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Deutsche Sprache im Wandel

Kleine Schriften zur Sprachgeschichte

Werner Besch

In seiner gesamten wissenschaftlichen Laufbahn hat sich Werner Besch immer wieder aus ganz verschiedenen Perspektiven und unter immer neuen Fragestellungen mit strukturellen und soziolinguistischen Aspekten von Variation und Wandel der deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart beschäftigt. Zu seinem 75. Geburtstag versammelt der vorliegende Band 25 seiner wichtigsten Aufsätze aus diesem zentralen Themenbereich, mit denen er der germanistischen Sprachwissenschaft seit den 60er Jahren Wege gewiesen hat.

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Editionsprinzipien in interdisziplinärer Abstimmung. Annäherungen bei der Herausgabe deutscher Texte der frühen Neuzeit (1994) 361

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Editionsprinzipien in interdisziplinarer Abstimmung Annaherungen bei der Herausgabe deutscher Texte der friihen Neuzeit Mit dem folgenden Beitrag soll das fachiibergreifende Gesprach fortgesetzt werden, das der Verfasser dieser Zeilen auf dem Deutschen Historikertag 1974 in Braunschweig mit Historikem und Theologen uber Fragen der Editionspraxis fuhren durfte. Damals bahnte sich auf dies em Gebiet so etwas wie ein Wan del im Urn gang der Facher miteinander an. Davon ist im folgenden noch genauer zu sprechen. Je- denfalls gelang es zunachst einmal, die facherspezifischen Vorwurfs- und Abwehr- stereotype, die gegenseitig ins Feld gefuhrt wurden, abzuschwachen und zum Teil ganz in Frage zu stellen. Da warder Vorwurf der prinzipiellen Unbrauchbarkeit hi- storischer und theologischer Editionen fur germanistische Zwecke, bedingt vor al- lem durch das unselige und unzulanglich begrilndete 'Normalisierungspostulat' in puncto Orthographie und lnterpunktion. So oder ahnlich lautete die Kritik von ger- manistisch-sprachwissenschaftlicher Seite. Sie bezog sich zudem nicht nur auf den edierten Text, sondem auch auf das Fehlen bzw. auf die Unzulanglichkeit sprachli- cher Variantenapparate. Historiker und Theologen andererseits hielten an der 'Nor- malisierung' im Dienst der Benutzer ihrer Ausgaben fest und fuhlten sich durch ei- nen Katalog germanistischer Maximalforderungen uberfordert, in fremden Diensten miBbraucht und dadurch zusatzlich gehindert, den fachimmanenten Bedfufnissen der Kommentierung, Zitatnachweisung, Personen- und Ortsidentifizierung und anderer Dinge mehr in angemessener Weise nachzukommen. Man redete auf diese Weise mehr aneinander vorbei als miteinander. Das hat sich seit den 1970er Jahren merklich geandert. Nicht nur, daB die Editionswissen- schaft in der Germanistik nach den 68er Jahren emeut Interesse fand, nein, man...

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