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Die Domkapitel in Österreich nach dem CIC/1983

Statutenreform und aktuelle Rechtsgestalt

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Franz Hasenhütl

Die Domkapitel zählen zu den traditionsreichsten Einrichtungen der katholischen Kirche. Infolge der nachkonziliaren Kodexreform kam es für die Kathedralkapitel jedoch zum Verlust von Titel und Stellung des senatus episcopi an den neu eingerichteten Priesterrat und zu weiteren Veränderungen im Kanonikerrecht. Die Domkapitel waren nun dazu aufgerufen, ihre Statuten als zentrales Regelungsinstrument der inneren Organisation zu überarbeiten und den neuen universalrechtlichen Vorgaben anzupassen. Die erneuerten Statuten der sieben bestehenden Domkapitel in Österreich und des Domkapitels von Brixen stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Um unmittelbare Vergleiche zu ermöglichen, werden die entsprechenden Regelungen zusammenschauend dargestellt. Neben der kirchenrechtlichen Bewertung geht es darum, Desiderate für künftige Entwicklungen zu formulieren.

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E Die aktuellen Statuten der österreichischen Kathedralkapitel

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I. Rechtliche Grundlagen Mit Ausnahme von Innsbruck und Feldkirch bestehen in allen österreichischen Diözesen Domkapitel. Nach Inkrafttreten des CIC/1983 wurden die bis dahin geltenden Statuten der Kathedralkapitel bereits in den 80er-Jahren einer Revisi- on unterzogen und den erneuerten universalrechtlichen Bestimmungen ange- passt.1 Die Domkapitel in Wien, Linz und Eisenstadt überarbeiteten seither noch einmal ihre Statuten.2 1. Die gegenwärtig geltenden Statuten Derzeit stehen folgende Statuten in Geltung (Stand August 2011): a) Kirchenprovinz Salzburg - „Statuten des Domkapitels zu den hll. Rupert und Virgil an der Metropoli- tankirche in Salzburg“: beschlossen am 19. Dezember 1983; bischöfliche Approbation durch Erzbi- schof DDr. Karl Berg am 1. Jänner 1984 und mit diesem Datum in Kraft getreten.3 - „Statuten des Gurker Domkapitels in Klagenfurt“: erstmals beschlossen am 4. Dezember 1984; bischöfliche Approbation ad experimentum am 6. Jänner 1985 durch Diözesanbischof Dr. Egon Kapella- ri; definitive Beschlussfassung am 12. Jänner 1988; endgültige bischöfliche Approbation durch Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari am 20. Jänner 1988 und mit diesem Datum in Kraft getreten.4 1 Eine Sammlung der neuen Statuten der österreichischen Domkapitel der Kirchenprovin- zen Salzburg (Salzburg, Klagenfurt, Graz) und Wien (Wien, Linz, St. Pölten, Eisen- stadt) wurde in Verbindung mit den Satzungen des Brixener Domkapitels und der Kol- legiatstifte Mattsee und Seekirchen erstmals 1992 herausgegeben. Vgl. Hirnsperger, Statuten I. 2 Zur Neuedition der Statutensammlung (Anm. 1), die die überarbeiteten Statuten sowie das Statut des Kollegiatkapitels Eisgarn aufnahm, kam es im Jahre 2007. Vgl. Hirn- sperger/Haering,...

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