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Kollektive Identitätskonstruktion in der Migration

Eine Fallstudie zur Sprachkontaktsituation der Wolgadeutschen in Argentinien

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Anna Ladilova

Welche Rolle spielt die Gruppensprache bei der kollektiven Identitätskonstruktion in der Migration? Das Beispiel der Wolgadeutschen in Argentinien, die nach über 250 Jahren seit der ersten Auswanderung die ursprüngliche Sprache und Kultur aufrecht erhalten haben, eignet sich im besonderen Maße zur Beantwortung dieser Frage. Diese Studie wertet 381 Fragebögen und 12 Interviews quantitativ und qualitativ aus, um das Thema aus einer interdisziplinären Perspektive zu beleuchten. Sprachkenntnisse, -verwendungen und Einstellungen der Mitglieder der untersuchten Gruppe, Sprachkontaktphänomene in ihrer Rede sowie die Frage nach dem ethnic revival und dem kollektiven Gedächtnis werden miteinander in Verbindung gesetzt, um einen umfassenden Einblick in die untersuchte Fragestellung zu geben.

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5. Analyse der Ergebnisse

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Das vorliegende Kapitel trägt die Ergebnisse der Datenerhebung zusammen. Im ersten Teil werden die demografischen Daten der Informanten, die an der Frage- bogenerhebung teilgenommen haben, dargestellt. In Kapitel 5.2. folgt die in- haltsbezogene Analyse, bei der die soziolinguistische Fragebogenauswertung mit der inhaltsanalytischen Interviewauswertung verbunden wird. Dabei werden die Sprachkenntnisse und -verwendungen und die Einstellungen zu den in Kon- takt stehenden Sprachen dargestellt sowie auf Fragen der kollektiven Identität und des ethnic revival eingegangen. Der dritte Teil beschreibt die formale Aus- wertung der Interviews in Hinblick auf Sprachkontaktphänomene. Die Transfe- renzen auf phonetisch-phonologischer und morphosyntaktischer Ebene werden exemplarisch aufgezählt, während die Entlehnungen (im Sinne von lexikali- schen Transferenzen) sowie die Code-Switching-Phänomene klassifiziert und quantifiziert werden. Die quantitativ ausgewerteten Fragebogenergebnisse werden tabellarisch darge- stellt, wobei die Anzahl der jeweiligen Antwortmöglichkeiten, der Altersmedian und die Prozentzahlen angegeben werden. Korrelationen werden nur in den Fäl- len aufgeführt, in denen der Korrelationstest signifikant war. Zudem werden einzelne Ergebnisse anhand von Abbildungen veranschaulicht. Da der Fragebo- gen den Informanten auf Spanisch vorgelegt wurde,53 werden die Fragen sowie die Antwortmöglichkeiten in den Auswertungstabellen auf Spanisch, also im Original, belassen. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit wurde zudem die Nummerierung der Fragen dem Originalfragebogen entsprechend beibehal- ten und der jeweiligen Frage vorangestellt.54 Die qualitativen Anteile, die aus den halboffenen Fragen hervorgingen, werden in Zitaten präsentiert, bei Übernahme der Originalschreibweise der Befragten (samt Groß- und Kleinschreibung, Zeichensetzung und Rechtschreibung). Die Identifikationsnummer des jeweiligen Fragebogens, die zur...

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