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Die aktuellen juristischen Entwicklungen in der PID und Stammzellforschung in Deutschland

Eine Analyse der BGH-Entscheidung zur PID, Gesetzesnovellierung des ESchG und EuGH-Entscheidung zur Grundrechtsfähigkeit des Embryo in vitro Exkurs: Vergleich zur Rechtslage in Südkorea

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Jung-Ho Lee

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur PID veranlasste den Gesetzgeber dazu, 2011 das ESchG zu novellieren. Die Durchführung einer PID ist nunmehr unter eingeschränkten Voraussetzungen erlaubt. Diese Arbeit versucht die im Bundestag zuvor diskutierten Gesetzesentwürfe aus juristischer sowie medizinischer Sicht genauer zu beleuchten und einen analytischen Ausblick auf die weitere Entwicklung der PID in Deutschland zu werfen. Zudem soll auch die embryonale Stammzellforschung näher untersucht werden, die aufgrund des neuen ESchG wieder in den Mittelpunkt der Diskussionen gerückt ist. Internationale Erfahrungen mit der PID und embryonalen Stammzellforschung, aktuelle Tendenzen des EuGH sowie ein Rechtsvergleich mit der Gesetzeslage in Südkorea sind ebenfalls Gegenstand dieser Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ................................................................................................ 21 Teil: 1 ...................................................................................................... 25 A. Die deutsche Gesetzeslage zur Pränataldiagnostik nach der Einführung des GenDG vom 01.02.2010 ................................................ 25 I. Pränataldiagnostik ................................................................................ 26 II. Genetische Untersuchung gemäß §§ 2 und 3 GenDG ........................ 27 III. Vorgeburtliche genetische Untersuchung zur Risikoabklärung gemäß § 15 GenDG ................................................................................. 28 1. Anforderungen an die Aufklärung und Einwilligung gemäß §§ 8, 9 GenDG ......................................................................................... 29 2. „Entscheidungshilfen“, als Unterstützung zur vollumfänglichen Aufklärung ............................................................................................... 30 3. Anforderungen an die genetische Beratung gemäß § 15 Abs. 3 in Verbindung mit § 10 GenDG .............................................................. 32 IV. Auswirkungen auf die Bestimmungen der PID ................................ 33 B. Die deutsche Gesetzeslage zur PID nach dem Urteil des Bundesgerichtshof vom 06.07.2010 ........................................................ 33 I. Beurteilung der PID nach der bisherigen gesetzlichen Auslegung des ESchG ............................................................................................... 34 1. § 1 Abs. 1 Nr. 2 ESchG: Durchführung einer PID „objektive Bedingung“ oder strafbare „Alternativabsicht“ ...................................... 35 2. § 2 Abs. 1 ESchG: Durchführung einer PID „missbräuchliche Verwendung“ oder straffrei Handlung .................................................... 38 II. Entscheidung des Bundesgerichtshof zur PID .................................... 39 8 1. Kein Verstoß gegen § 1 Abs. 1 Nr. 2 ESchG ...................................... 41 a) „Weitere Beweggründe“ stehen der Absicht zur Schwangerschafts- herbeiführung nicht entgegen .................................................................. 41 b) „Bewusstseinsdominante“ Absicht zur Schwangerschaftsherbei- führung trotz Durchführung einer PID .................................................... 42 c) Wille zur Durchführung einer PID/fehlender Übertragungswille sind keine strafbaren „Alternativabsichten“ ............................................ 43 aa) Wille zur Durchführung der PID ....................................................... 43 (1.) Kein tatbestandsrelevantes „Zwischenziel“ ...................................... 44 (2.) Keine tatbestandsrelevante „Alternativabsicht“ ............................... 44 (a) Ursprünglicher Wille des Gesetzgebers ............................................. 45 (b) Wertung aus dem Zusammenhang des ESchG .................................. 46 bb) Fehlender Übertragungswille ............................................................ 47 2. Kein...

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