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Zwischen Selbst- und Fremdbestimmung

Eine vergleichende Untersuchung über Lernmotivation der Musikstudierenden in Taiwan und Österreich

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Yuan-hao Wu

In dem vorliegenden Werk wird die Lernmotivation der Musikstudierenden aus Taiwan und Österreich mittels theoretisch elaborierten Theorien wie der Self-Determination Theory empirisch verglichen. Dabei werden unterschiedliche kulturelle Prägungen und Erziehungsphilosophien thematisiert, die zu einer konträren Einstellung und Motivation führen können. Diese Thematik ist nicht nur deshalb von Interesse, weil eine wissenschaftliche Fundierung der Lernmotivation von angehenden Berufsmusikern – sowohl in Taiwan als auch in Österreich – ein Desideratum darstellt, sondern auch hinsichtlich der jeweiligen gesellschaftspolitischen Implikationen. Aus den Untersuchungsergebnissen lassen sich Stärken und Schwächen der jeweiligen Bildungssysteme herauslesen und praktische Hinweise ableiten.

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IV. Ergebnisse

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Im Folgenden werden die Ergebnisse analog der Reihenfolge einzelner Hy- pothesen präsentiert. So werden zuerst die Daten auf deskriptivem Niveau zur Darstellung gebracht und es wird auf die Unterschiede zwischen der tai- wanischen und österreichischen Stichprobe sowie deren Subgruppen einge- gangen. Der zweite Auswertungsblock (ab Kap. IV. g) überprüft statistische Zusammenhänge zwischen dem Relative Autonomy Index / motivationalen Orientierungen und anderen Konstrukten, wobei Studieninteresse und Ziel- orientierungen als deren Begleitprozesse zu betrachten sind. Studienwahl- motive, Selbstwirksamkeitserwartung und wahrgenommene Autonomie- und Kompetenzunterstützung werden hingegen als Moderatoren aufgefasst. a. Studienwahlmotive Studienwahlmotive waren für die vorliegende Arbeit interessant, weil sie Auskunft über persönliche Einstellungen und Erwartungen eines Individuums vor dem Studieneingang erteilen. Es wurde vermutet, dass sie als Anfangs- bedingungen aller motivationalen und emotionalen Prozesse fungieren. Aus diesem Grund werden die deskriptiven Daten über Studienwahlmotive an erster Stelle präsentiert, damit der Ausgangspunkt beider Stichproben zu Beginn dieses Kapitels geklärt werden kann. Der Verfasser ging davon aus, dass die taiwanische und österreichische Stichprobe sich aufgrund unter- schiedlicher Umwelteinflüsse und Sozialisationsprozesse in ihren Studien- wahlmotiven unterscheiden (Hypothese 1). Zur Erfassung der Studienwahlmotive waren insgesamt neun Items mittels einer fünfstufigen Likert-Skala zu beantworten. Obwohl diese Items keine Skalen bildeten, werden sie an dieser Stelle trotzdem nach Zusammenhang in 1.) personenbezogene Faktoren, 2.) sozialen Status, 3.) Kompromiss und 4.) Wunsch der Eltern zusammengefasst. Somit soll eine höhere Überschau- barkeit erreicht werden. Ergebnisse 129 Tabelle 8: Items zu Studienwahlmotiven mit ihren Kennwerten Nr. Ich habe mich...

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