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Zwischen Selbst- und Fremdbestimmung

Eine vergleichende Untersuchung über Lernmotivation der Musikstudierenden in Taiwan und Österreich

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Yuan-hao Wu

In dem vorliegenden Werk wird die Lernmotivation der Musikstudierenden aus Taiwan und Österreich mittels theoretisch elaborierten Theorien wie der Self-Determination Theory empirisch verglichen. Dabei werden unterschiedliche kulturelle Prägungen und Erziehungsphilosophien thematisiert, die zu einer konträren Einstellung und Motivation führen können. Diese Thematik ist nicht nur deshalb von Interesse, weil eine wissenschaftliche Fundierung der Lernmotivation von angehenden Berufsmusikern – sowohl in Taiwan als auch in Österreich – ein Desideratum darstellt, sondern auch hinsichtlich der jeweiligen gesellschaftspolitischen Implikationen. Aus den Untersuchungsergebnissen lassen sich Stärken und Schwächen der jeweiligen Bildungssysteme herauslesen und praktische Hinweise ableiten.

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V. Diskussion

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Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden das Musikausbildungssystem in Taiwan und Österreich vorgestellt und seine Relevanz für die Entwicklung der Lernmotivation aufgezeigt. Darüber hinaus wurden Musikstudierende aus diesen beiden Ländern in einer natürlichen Umgebung auf ihre Lernmo- tivation überprüft. Das Ziel der Untersuchung war, die aktuellen Trends in diesen Ländern zu beschreiben und empirische Belege für Zusammenhänge zwischen der Lernumwelt und Lernmotivation zu finden. Ferner sollen auch Hinweise für die Förderung der Motivation in beiden Ländern gefunden werden. a. Interpretation der Ergebnisse Die Hypothese, dass österreichische Musikstudierende im Vergleich zu ihren taiwanischen Kolleginnen und Kollegen einen höheren Grad an Selbstbe- stimmung und Interesse aufweisen, wurde eindeutig von der empirischen Untersuchung bestätigt. Wie erwartet, spielen intrinsische Motivatoren wie etwa Freude, Interesse oder Neugierde eine wesentlich höhere Rolle für österreichische Studierende, während introjizierte Motivatoren wie Aner- kennung von anderen, Imagepflege oder Vorbeugung von Schuldgefühlen kaum Bedeutung für österreichische Studierende besitzen. Für taiwanische Studierende sind diese beiden Motivationsformen etwa von gleicher Bedeu- tung. Nichtsdestotrotz weisen beide Stichproben auch Gemeinsamkeiten auf: Obwohl taiwanische Studierende auch beim identifizierten Regulati- onsstil einen signifikant niedrigeren Wert erzielt haben, messen sie, ebenso wie österreichische Studierende, dem Musikstudium und ihrer individuel- len Weiterentwicklung herausragende Bedeutung bei. Dieser persönliche Wertbezug zur Musik stellt sich als die wichtigste Motivationsquelle beider Stichproben heraus. Dementsprechend unterscheiden sich beide Stichpro- ben bei der Aufgaben-Orientierung auch kaum voneinander. Allerdings sind taiwanische Studierende...

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