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Beiträge der späten Qing-Zeit zu Chinas moderner vermögensrechtlicher Terminologie

Eine rechts-, translations- und sprachwissenschaftliche Studie über den auf dem deutschen BGB basierenden Zivilgesetzbuch-Entwurf- Mit einer Übersetzung vom Buch 1-3 des Entwurfs des Zivilgesetzbuchs der Qing-Dynastie

Qiang Wang

Im Verlauf der Rechtsmodernisierung Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand unter der Qing-Dynastie der Entwurf eines Zivilgesetzbuchs (ZGE), dem das deutsche BGB als Vorlage diente. Einerseits konnten die deutschen Rechtsbegriffe und deren Wortschatz durch die im ZGE neu geschaffene Rechtssprache ins Chinesische übernommen werden, andererseits diente die Terminologie des ZGE den späteren Zivilgesetzen als Vorbild und prägten das gesamte moderne Zivilrecht Chinas. Der Verfasser untersucht mit rechts-, translations- und sprachwissenschaftlicher Methode sowie der von ihm angefertigten ZGE-Übersetzung unter Einbeziehung der aktuellen Zivilgesetzgebung erstmals den Entstehungsprozess der modernen chinesischen Zivilrechtssprache und würdigt damit die Leistung der chinesischen Rechtswissenschaft. Die Arbeit ist zugleich ein Hilfsmittel für Juristen, Sinologen, Sprach- und Übersetzungswissenschaftler.

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5. Beiträge des ZGE zu Chinas moderner vermögensrechtlicher Terminologie bezüglich Sachen, Rechtsgeschäfte und Verjährung

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5. Terminologische Beiträge des ZGE bezüglich Sachen, Rechtsgeschäfte und Verjährung 171 5. Beiträge des ZGE zu Chinas moderner vermögensrechtlicher Terminolo- gie bezüglich Sachen, Rechtsgeschäfte und Verjährung 5.1 Überblick über den juristischen Inhalt der im ZGE gewährten Rechte Bei den Gebots-, Dürfen-Nicht-, Dürfen- und Können-Sätzen des ZGE geht es im Endeffekt um die Gewährung der subjektiven Rechte. Die in Kapitel 5 untersuchte Terminologie be- schreibt die Objekte dieser Rechte (die körperlichen Objekte der Handlungen bzw. Verhalten), die Grundregeln zu deren Begründung, Geltendmachung und Änderung (Grundregeln bezüg- lich der Handlungen bzw. Verhalten). 5.1.1 Kategorisierung der im ZGE statuierten Rechte Der ZGE enthält verschiedene Arten subjektiver Rechte. Diese unterscheiden sich je nach der Rechtssubjektivität, dem Umfang und dem Grad ihrer Wirkung, ihren Gegenständen, ihren Verhältnissen zueinander, ihren Wirkungen usw. Die folgende Kategorisierung richtet sich nach dem letzten Maßstab, also den verschiedenen Wirkungen der Rechte. Demgemäß wer- den hier nur die drei Arten Beherrschungsrechte, Ansprüche und Gestaltungsrechte erörtert.1 5.1.1.1 Beherrschungsrechte Als Beherrschungs- oder Herrschaftsrechte (zhpèiquán ᭥䞃⅀) (vgl. SHI Shangkuan 2000a: 25) bezeichnet man die subjektiven Rechte, die dem innehabenden Rechtssubjekt eine rechtli- che Herrschaft über bestimmte Rechtsobjekte2 einräumen. Das Beherrschungsrecht hat zum Inhalt, dass der Rechtsinhaber selbst auf das Rechtsobjekt einwirken darf (in unterschiedli- chem Umfang: dingliches Vollrecht Eigentum im Gegensatz zu den beschränkt dinglichen Rechten), und andererseits Dritte (wieder in unterschiedlichem Umfang) von der Einwirkung...

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