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Beiträge der späten Qing-Zeit zu Chinas moderner vermögensrechtlicher Terminologie

Eine rechts-, translations- und sprachwissenschaftliche Studie über den auf dem deutschen BGB basierenden Zivilgesetzbuch-Entwurf- Mit einer Übersetzung vom Buch 1-3 des Entwurfs des Zivilgesetzbuchs der Qing-Dynastie

Qiang Wang

Im Verlauf der Rechtsmodernisierung Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand unter der Qing-Dynastie der Entwurf eines Zivilgesetzbuchs (ZGE), dem das deutsche BGB als Vorlage diente. Einerseits konnten die deutschen Rechtsbegriffe und deren Wortschatz durch die im ZGE neu geschaffene Rechtssprache ins Chinesische übernommen werden, andererseits diente die Terminologie des ZGE den späteren Zivilgesetzen als Vorbild und prägten das gesamte moderne Zivilrecht Chinas. Der Verfasser untersucht mit rechts-, translations- und sprachwissenschaftlicher Methode sowie der von ihm angefertigten ZGE-Übersetzung unter Einbeziehung der aktuellen Zivilgesetzgebung erstmals den Entstehungsprozess der modernen chinesischen Zivilrechtssprache und würdigt damit die Leistung der chinesischen Rechtswissenschaft. Die Arbeit ist zugleich ein Hilfsmittel für Juristen, Sinologen, Sprach- und Übersetzungswissenschaftler.

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8. Schlussbetrachtung

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8. Schlussbetrachtung In der vorliegenden Arbeit wurden die Beiträge des Allgemeinen Teils (Kapitel 3 und 5, Teile von Kapitel 4), des Schuldrechts (Kapitel 6) und des Sachenrechts (Kapitel 7) des ZGE zu Chinas moderner vermögensrechtlicher Terminologie untersucht. Zudem wurden die ge- schichtlichen Hintergründe des ZGE (Kapitel 2), die syntaktischen Strukturen und die gram- matischen, funktional-inhaltlichen Merkmale seiner Rechtsvorschriften (Teile von Kapitel 2 und Kapitel 4) beschrieben. Am Schluss dieser Untersuchung soll versucht werden, einen Überblick über die durch die Arbeit gewonnenen methodischen Erkenntnisse und praktisch nutzbaren Ergebnisse sowie einen Ausblick auf einige von der Arbeit angeregte Zukunftspro- jekte zu geben. 8.1 Bezüglich der methodischen Ansätze Wie in der Einleitung erwähnt, stützte sich diese Arbeit inhaltlich auf die vermögensrechtli- chen Teile des ZGE im chinesischen AT und deutschen ZT. Angesichts eines solchen kom- plexen Umfangs aus 1316 Rechtsvorschriften mit zahl- und inhaltsreichen Termini war es ausschlaggebend, eine leicht nachvollziehbare Gliederung und eine klar strukturierte Syste- matik zu schaffen. Dieser zentralen Intention, die sich im Laufe der Untersuchung schrittwei- se herauskristallisiert haben sollte, wurde die Kodifikationstechnik des ZGE selbst zugrunde gelegt. Die Arbeit ist interdisziplinär ausgerichtet, wobei die Untersuchungsmethode von mir selbst entwickelt werden musste. Die terminologischen Beiträge des ZGE zu Chinas moder- nem Vermögensrecht sind vorher noch nie systematisch untersucht worden, obwohl die Auf- nahme des westlichen, vor allem des deutschen Zivilrechts in China keinen neuen For- schungsbereich darstellt.1 Die vermögensrechtlichen Bücher des ZGE und des deutschen BGB...

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