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Vorbereitung auf das Martyrium bei Cyprian von Karthago

Eine Studie zu "Ad Fortunatum</I>

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Robert Walz

In der knappen Testimoniensammlung Ad Fortunatum, die Cyprian von Karthago kurze Zeit vor seinem eigenen Martyrium im Jahre 258 n.Chr. verfasst hat, hat der Bischof und Seelsorger all das zusammengetragen, was er Zeit seines Lebens zum Thema der Vorbereitung auf das Martyrium an Erfahrung gesammelt, gelehrt und verfasst hat. Die Schrift erweist sich damit als Schlüsseltext zu diesem zentralen Thema des cyprianischen Œuvres.

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Cyprians Schrift „Ad Fortunatum“ als Kompendium der praeparatio ad martyrium

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49 Cyprians Schrift „Ad Fortunatum“ als Kompendium der praeparatio ad martyrium Intention, Methode und Aufbau von „Ad Fortunatum“ Zu Beginn der valerianischen Verfolgung bzw. in unmittelbarer Erwartung der- selben1 widmete Cyprian der Thematik der praeparatio ad martyrium – ca. fünf Jahre nach ep. 57 – eine kurze Testimoniensammlung, die auf Wunsch eines Bi- schofskollegen entstanden ist: „Ad Fortunatum (de exhortatione martyrii)“2 1 Einen vagen Hinweis auf die Abfassungszeit von „Ad Fortunatum“ bietet die Wendung „ut quoniam praessurarum et persecutionum pondus incumbit“ (Fort. 1). Da als Anlass der Schrift lediglich eine nicht näher bestimmte, aber unmittelbar bevorstehende oder bereits ausgebrochene Verfolgung genannt wird (die lat. Wendung pondus incumbit aus Fort. 1 erlaubt beide Lesearten; vgl. dazu Koch, Untersuchungen, 169f) kommen zu- nächst die Verfolgungen unter Decius (250/251), Gallus (253) und Valerian (257) in Frage. Im Laufe der wissenschaftlichen Forschung hat denn auch jede der drei mögli- chen Datierungen Anhänger gefunden. Für eine Abfassung zur Zeit der decischen Ver- folgungsmaßnahmen sprechen sich z.B. Goetz, Geschichte, 5; Soden, Testament, 19 und Wohleb, Cyprian, 380 aus. Für eine Datierung der Schrift in das Jahr 253 setzt sich entschieden Koch, Untersuchungen, 172 ein, denn die Schrift sei „am Vorabend einer Verfolgung verfasst worden, die man sich so groß und schrecklich vorstellte, daß man das Nahen des Antichrist darin erblicken zu müssen glaubte. Das war aber die Stim- mung, die (im Frühjahr 253) vor der heraufziehenden Verfolgung unter Gallus in der af- rikanischen Christenheit herrschte“. Diesem Ansatz,...

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