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America Romana in colloquio Berolinensi:

Beiträge zur transversalen Sektion II des XXXII. Deutschen Romanistentages (25.-28.09.2011)- Unter Mitarbeit von Erik Hirsch

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Edited By Christine Felbeck, Claudia Hammerschmidt, Andre Klump and Johannes Kramer

America Romana nimmt als innovativer Forschungsansatz bevorzugt die Gemeinsamkeiten und Wechselbeziehungen zwischen den Sprachen, Literaturen und Kulturen der romanischen (französischen, spanischen, portugiesischen, kreolophonen) Areale der westlichen Hemisphäre in den Blick. Der Sammelband enthält 19 Beiträge, die im Rahmen des 32. Deutschen Romanistentages an der Humboldt-Universität zu Berlin im September 2011 auf diesen Fokus ausgerichtet waren. Der sprachübergreifenden Romanistik werden hiermit vernetzte Perspektiven der Forschung zur ‘Neuen Welt’ eröffnet. Überdies wird die außereuropäische Frankophonie, Hispanophonie und Lusophonie um weitere Aspekte bereichert.

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Zwischen Nationalstolz und Purismus: Einstellungen gegenüber Amerikanismenromanischer Herkunft in hispanoamerikanischen, brasilianischen und frankokanadischen Wörterbüchern im 19. Jahrhundert: Lidia Becker (Hannover)

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America Romana transversalis 20 Gundermann-Figueiras auf: „,Si se acerca la lancha, lo mejor es embaga- yarse‘: El habla plancha o lunfardo villero: una aproximación sociolingüísti- ca“. In den La-Plata-Ländern wird man Zeuge eines interessanten sozio- linguistischen Phänomens, der sogenannten plancha-Bewegung. Anfäng- lich handelte es sich um eine Verhaltensweise von zur Randgruppe der Gesellschaft gehörenden Jugendlichen aus Montevideo mit klar definier- ten musikalischen Vorlieben, mit einem speziellen Kleidungsstil und mit einer besonderen Sprachverwendung. Einige dieser Phänomene haben jedoch größere Verbreitung gefunden, weil Jugendliche der Mittelschicht das plancha-Benehmen imitierten und v.a. deren Musik, die cumbia plancha, für sich entdecken. Obwohl die plancha-Sprache, die auch lun- fardo villero genannt wird, durch ähnliche argentinische Phänomene aus dem Großraum Buenos Aires beeinflusst ist, haben sich in Uruguay spe- zielle Eigenschaften entwickelt, wobei die cumbia plancha-Musik die Hauptquelle für die Verbreitung des plancha-Sprachtyps ist. Die Parallelen zum lunfardo des frühen 20. Jahrhunderts sind auffällig. Der Beitrag wid- met sich in erster Linie der Beschreibung des linguistischen Codes des plancha-Jargons, wobei versucht wird, auf folgende Fragen zu antworten: Welche soziolinguistischen, politischen und wirtschaftlichen Umstände führten zur Verbreitung dieser Sprachform? Welche sprachlichen Phä- nomene sind bei der Wortneubildung oder bei der Neusemantisierung bestehender Begriffe typisch? Welcher kulturelle Hintergrund ist beson- ders förderlich bei der Verbreitung dieses Jargons? Ein Sammelband kann natürlich niemals die lebendige Atmosphäre wie- dergeben, die den Ablauf eines wissenschaftlichen Kongresses mit Vor- trag, Diskussionsbeiträgen...

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