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Mediation als Verfahren konsensualer Streitbeilegung

Die deutsche, polnische und ukrainische Perspektive

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Edited By Tina de Vries

Die Mediation ist eine spezielle Streitbeilegungsmethode, die zunehmend Anerkennung und Verbreitung findet. Der Mediator begleitet die Medianden in einem Kommunikationsprozess, der zur Erweiterung ihrer Perspektive führt und sie zur einvernehmlichen Lösung ihres Konflikts befähigt. Im ersten Teil des Tagungsbands geben deutsche, polnische und ukrainische Experten aus Wissenschaft und Praxis einen Überblick über die rechtstheoretischen und psychologischen Grundlagen der Mediation. Es werden die rechtliche Regelung der Mediation in den behandelten Ländern sowie die verschiedenen Anwendungsgebiete von Mediation, z. B. in der Wirtschaft, im Bereich der Arbeit, des Täter-Opfer-Ausgleichs oder bei der Lösung von Familienkonflikten dargestellt. Im zweiten Teil werden die Gesetzestexte zur Mediation im Zivil- und Handelsrecht in deutscher Übersetzung zugänglich gemacht.

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Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung1 Vom … , Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen: Artikel 1 Mediationsgesetz (MediationsG) § 1. Begriffsbestimmungen. (1) Mediation ist ein vertrauliches und strukturier- tes Verfahren, bei dem Parteien mit Hilfe eines oder mehrerer Mediatoren frei- willig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben. (2) Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entschei- dungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt. § 2. Verfahren; Aufgaben des Mediators. (1) Die Parteien wählen den Media- tor aus. (2) Der Mediator vergewissert sich, dass die Parteien die Grundsätze und den Ablauf des Mediationsverfahrens verstanden haben und freiwillig an der Mediation teilnehmen. (3) Der Mediator ist allen Parteien gleichermaßen verpflichtet. Er fördert die Kommunikation der Parteien und gewährleistet, dass die Parteien in angemesse- ner und fairer Weise in die Mediation eingebunden sind. Er kann im allseitigen Einverständnis getrennte Gespräche mit den Parteien führen. (4) Dritte können nur mit Zustimmung aller Parteien in die Mediation einbe- zogen werden. (5) Die Parteien können die Mediation jederzeit beenden. Der Mediator kann die Mediation beenden, insbesondere wenn er der Auffassung ist, dass eine eigenverantwortliche Kommunikation oder eine Einigung der Parteien nicht zu erwarten ist. (6) Der Mediator wirkt im Falle einer Einigung darauf hin, dass die Parteien die Vereinbarung in Kenntnis der Sachlage treffen und ihren Inhalt verstehen. Er hat die Parteien, die ohne fachliche Beratung an der Mediation teilnehmen, auf die Möglichkeit...

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