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Die Verjährung von kaufrechtlichen Gewährleistungs- und Rückgriffsansprüchen

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Anke Lydia Behrensmeyer

Die Verjährung ist eine der wichtigsten und praxisrelevantesten Einreden des Zivilrechts. Bereits das römische Recht kannte dieses Rechtsinstitut, das seitdem in seiner Begrifflichkeit und Ausgestaltung weiterentwickelt wurde. Die letzte größere Veränderung erfuhr es durch die Schuldrechtsreform 2002. Die Dissertation bietet einen Überblick über die gegenwärtige Regelung der Verjährung von kaufrechtlichen Gewährleistungs- und Rückgriffsansprüchen. Dabei wird auf Sinn und Zweck der Verjährung, auf die einzelnen gesetzlich geregelten Aspekte sowie auf die Möglichkeit abweichender Vereinbarungen eingegangen. Nach der Abhandlung ausgewählter Einzelfragen schließt die Dissertation mit einer Bewertung des heutigen Verjährungssystems.

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A) Einleitung

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Friedrich Carl von Savigny ernannte die Verjährung einmal zu einem der „wich- tigsten und wohlthätigsten Rechtsinstitute“.1 Tatsächlich ist die Verjährungsein- rede eine der wichtigsten und vor allem praxisrelevantesten Einreden. Die Frage nach der Verjährung eines Anspruchs ist vor den Zivilgerichten eine häufig ge- stellte. Nicht nur allgemein, sondern auch speziell innerhalb des Gewährleis- tungsrechts nimmt die Verjährung eine wichtige Stellung ein. Sie ist eines der Rechtsinstitute, das von der Schuldrechtsreform 2002 am stärksten betroffen und am meisten geändert wurde. Trotzdem genießt die Verjährung im Allgemeinen keine allzu große Aufmerksamkeit.2 Die vorliegende Arbeit soll einen umfassenden Überblick über die gegenwärtige Regelung der Verjährung von kaufrechtlichen Gewährleistungs- und Rückgriff- sansprüchen bieten. Unter Einbeziehung der geschichtlichen Entwicklung wird dargestellt, was Verjährung im Allgemeinen wie auch speziell im Kaufrecht be- deutet, woher dieses Rechtsinstitut kommt, welche Aufgaben die Verjährung zu erfüllen hat und ob sie diesen auch nachkommt. Dabei beschränken sich die Be- trachtungen nicht auf die Länge der jeweiligen Verjährungsfristen. Länge der Verjährungsfrist, Beginn und Ende der Frist, Voraussetzungen für Neubeginn und Hemmung, sowie die Möglichkeit abweichender Vereinbarungen machen erst im Zusammenspiel den Charakter der Verjährung aus.3 So ist beispielsweise eine Einjahresfrist mit kenntnisabhängigem Anknüpfungspunkt für den Fristbe- ginn nicht zwangsläufig genauso lang wie eine Einjahresfrist, deren Beginn von der Kenntnis des Gläubigers von seinem Anspruch völlig...

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