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Die Entwicklung einer modernen, europarechtskonformen und zukunftsweisenden Gruppenbesteuerung für Deutschland

Eine Untersuchung insbesondere unter gemeinschaftsrechtlichen und steuersystematischen Gesichtspunkten

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Bastian Thiedemann

Diese Arbeit widmet sich der Ertragsbesteuerung von verbundenen Unternehmen vor dem Hintergrund einer einheitlichen Betrachtungsweise im Rahmen einer Gruppenbesteuerung. Der Verfasser geht dabei zunächst auf das Rechtsinstitut der körperschaftsteuerlichen Organschaft ein und zeigt den akuten Reformbedarf dieses Konzeptes auf. Basierend auf einem interdisziplinären Anforderungsprofil entwickelt er im weiteren Verlauf der Arbeit unter Berücksichtigung verschiedener Gruppenbesteuerungskonzepte, Gruppenbesteuerungssysteme und Reformvorschläge ein Modell einer modernen, europarechtskonformen und zukunftsweisenden Gruppenbesteuerung für Deutschland. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen dabei sowohl Fragen der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre, des internationalen Abkommens- und Gemeinschaftsrechts als auch des Gesellschafts- und Steuerrechts.

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G. Schlussbemerkungen

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I. Thesenförmige Zusammenfassung einer modernen Gruppenbesteue- rung für Deutschland Im Folgenden werden die zentralen Aussagen der in Kapitel F konzipierten Gruppenbesteuerung thesenförmig zusammengefasst: 1. Das Modell der körperschaftsteuerlichen Organschaft (§§ 14 bis 19 KStG) wird durch eine Gruppenbesteuerung ersetzt. Dabei wird auch eine neue Begrifflichkeit eingeführt. Die „Gruppenbesteuerung“ ersetzt die „Organ- schaft“ auch auf sprachlicher Ebene. Die steuerliche Gruppe wird von ei- nem „Gruppenträger“ und mindestens einer „Gruppengesellschaft“ gebil- det. 2. Die Gruppenträgereigenschaft wird natürlichen Personen, Personengesell- schaften und Kapitalgesellschaften mit Geschäftsleitung oder Sitz im In- land zugesprochen. Darüber hinaus können inländische Betriebsstätten von ausländischen Gesellschaften ohne Geschäftsleitung oder Sitz im Inland als Gruppenträger fungieren. Ausländischen Gesellschaften ohne Geschäftslei- tung oder Sitz im Inland wird die Gruppenträgereigenschaft zugesprochen, sofern diese über mehrere im Inland belegene Tochtergesellschaften verfü- gen. Verfügt ein Gruppenträger dabei ausnahmsweise über keine inländi- sche Betriebsstätte, so wird zur Sicherstellung der Besteuerung originär in- ländischen Einkommens eine inländische Betriebsstätte fingiert. 3. Unbeschränkte Gruppengesellschaften können Kapitalgesellschaften mit Geschäftsleitung oder Sitz im Inland sowie inländische Betriebsstätten von ausländischen Kapitalgesellschaften ohne Geschäftsleitung oder Sitz im In- land sein. Hierbei erfolgt eine Berücksichtigung von Gewinnen und Verlus- ten. 4. Beschränkte Gruppengesellschaften können ausländische EU- und EWR- Kapitalgesellschaften ohne Geschäftsleitung oder Sitz im Inland sein. Hier- bei erfolgt lediglich eine Berücksichtigung von Verlusten...

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