Show Less

Planerische Steuerung von unterirdischen Raum- und Grundstücksnutzungen

Series:

Jan Schilling

Die Energiewende, die klimapolitischen Ziele sowie die Sicherung der Versorgung bedingen einen technologischen Wandel in der Energiewirtschaft. Neben klassische Untergrundnutzungen wie die Förderung von Kohlenwasserstoffen treten vermehrt neue Nutzungen wie die Speicherung von CO 2 , Druckluft oder Wasserstoff oder die Nutzung der Geothermie auf. Raum im Untergrund ist jedoch – wie an der Oberfläche – eine begrenzte Ressource. In der Folge ist eine Zunahme von unmittelbaren und mittelbaren Konkurrenzsituationen bereits heute absehbar. Sind die Genehmigungsverfahren des BBergG und des im August 2012 in Kraft getretenen KSpG geeignet diese Konkurrenzen abzubilden? Sind die Instrumente der Raumordnung und -planung für eine Lösung nutzbar? Gibt es rechtspolitischen Handlungsbedarf? Der Autor diskutiert diese aktuellen Fragen und entwickelt vor dem Hintergrund des ROG Lösungen, um dem Befund einer ansteigenden Nutzungsverdichtung gerecht zu werden.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Einleitung, Gegenstand und Ziel der Darstellung

Extract

Die Bewältigung des Klimawandels und die dadurch bedingte Transformation der Energieversorgung zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Gesamt- system sind zwei der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Spä- testens seit dem im Jahre 2007 veröffentlichten vierten Sachstandsbericht des IPPC werden die anthropogen verursachten Emissionen von Treibhausgasen als eine wesentliche Ursache für die Verstärkung des Treibhauseffekts und die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts beobachtete Erhöhung der Durchschnittstempera- turen angesehenen1. Kohlendioxid stellt in diesem Kontext das wichtigste der anthropogenen Treibhausgase dar. Seine jährlichen Emissionen stiegen dabei alleine von 1970 bis 2004 um etwa 80 %2. Bereits die atmosphärische Konzentration von Kohlen- dioxid des Jahres 2005 (397 ppm) übertraf bei weitem die natürlichen Schwan- kungsbreiten der letzten 650.000 Jahre und ist vor allem auf die intensive Nutzung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle zurückzuführen. Diese Ent- wicklungen machen sich auch in Deutschland bemerkbar. Die Jahresmitteltem- peratur stieg in Deutschland in den letzten 100 Jahren deutlich an und beschleu- nigte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte. Inzwischen hat sich der Erwärmungs- trend weiter verstärkt und ist mit 0,15°C je Dekade auf etwa das Doppelte ange- stiegen3. Langfristige Wetterbeobachtungen zeigen, dass die letzten zehn Jahre des 20. Jahrhunderts die wärmste Dekade des vergangenen Jahrhunderts waren. Zur Begrenzung des Klimawandels sind international sowie auf europäischer und nationaler Ebene Vereinbarungen getroffen worden, um die Emissionen von Treibhausgasen zu verringern. So wurden 2007 durch den...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.