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Wirkungen des funktionellen Nachvollzugs physiologischer Gesangsstimmen auf die Qualität der Sprechstimme

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Ulrike Nespital

Der Schwerpunkt dieser empirischen Studie liegt auf einer Untersuchung zum funktionellen Nachvollzug der physiologischen Gesangsstimme. Der funktionelle Nachvollzug meint das intuitive Nachvollziehen von Bewegungen im Sinne von Empathie und Nachahmung und geht auf W.B. Carpenter zurück (Carpenter-Effekt). Ziel war es, zu untersuchen, ob und inwieweit das Hören einer klassischen Gesangsstimme Einfluss auf die Sprechstimmgebung einer Person haben kann. Des Weiteren wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen dem funktionellen Nachvollzug dieser Gesangsstimme und den musikalischen Fähigkeiten der hörenden Person untersucht. Auf Basis der Forschungsergebnisse und -erkenntnisse wurde das Stimmtherapiekonzept STMI (Stimmtherapie mit musikalischem Input) erstellt, das den funktionellen Nachvollzug physiologischer Gesangsstimmen als Schwerpunkt hat und diesen mit Entspannungs- und Stimmtherapieübungen kombiniert.

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B. Empirischer Teil Untersuchung des funktionellen Nachvollzugs der physiologischen Gesangsstimme

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77 8. Konzeption Die Untersuchungen zum funktionellen Nachvollzug der physiologischen Ge- sangsstimme wurden an verschiedenen Orten durchgeführt. Die Treffen mit den einzelnen Probanden und Probandinnen fanden in bereitgestellten Räumen der Universität Leipzig, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie in den Behandlungsräumen einer HNO- und Logopädie-Praxis in Kassel statt. Als Probanden und Probandinnen wurden insgesamt 90 männliche und weibliche Personen ausgewählt, welche jeweils keine Hörstörungen aufwiesen. Diese ge- hörten folgenden drei Gruppen an: 1. Personen, bei denen eine funktionelle Stimmstörung diagnostiziert wurde (Stimmstörungsprobanden und -probandinnen) 2. Personen, die ein Musikstudium durchführten oder ein Musikstudium absol- viert hatten (Musikstudenten und -studentinnen) 3. Personen, die zufällig gewählt wurden und zu der Kontrollgruppe gehörten (Normalprobanden und -probandinnen) Alle Probanden und Probandinnen wiesen keine Hörstörungen auf. Die Untersu- chungen mit den Probanden und Probandinnen fanden einzeln statt und umfass- ten einen Zeitaufwand von ungefähr einer Stunde pro Person. Im entsprechen- den Raum wurde für jede Untersuchung eine angenehme Atmosphäre herge- stellt, damit sich die zu untersuchende Person möglichst wohl fühlte. Als techni- sche Mittel wurden für die Aufnahme ein digitales Aufnahmegerät (Edirol-Dat- Recorder) sowie das Wavelab-Musikbearbeitungsprogramm auf dem PC mit einem Sennheiser-Headset genutzt. Dies ergab eine jeweils doppelte Aufnahme, welche der auditiven und der akustischen Datenanalyse dienen sollte. Der Vor- teil der mit dem Kondensatormikrofon eingesprochenen Aufnahmen lag in der hochwertigen Qualität für die auditive Auswertung, während die...

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