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Rosegger-Rezeption bei Anton Webern

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Elisabeth Kaiser

Diese Arbeit beleuchtet die intensive Auseinandersetzung Anton Weberns mit dem österreichischen Heimatschriftsteller Peter Rosegger. Sie beruhte auf Parallelen in ihrer beider Lebensgeschichte, in der Geisteshaltung sowie auf einer tiefen Sehnsucht Weberns nach einem verlorenen Paradies, das er in Roseggers Werken wieder fand. Roseggers Einfluss auf Weberns Schaffen wurde in Themenbereiche unterteilt, von denen sich die innige Beziehung zur Mutter bzw. die Trauer um sie als zentrales Thema herauskristallisierte. Da Rosegger sich in seinen Romanen und Erzählungen ausnehmend viel zur Musik und zu musikalischen Fragen äußerte, ergab es sich im letzten Kapitel, dass trotz gegensätzlicher Ausgangsposition auch darin Ähnlichkeiten zu Weberns Anschauungen zu finden sind. Zusammenfassend ist zu sagen, dass mehr Ähnlichkeiten zwischen Webern und Rosegger existieren als anzunehmen war.

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Für meine Untersuchungen über Webern studierte ich vorrangig seine umfang- reiche Korrespondenz, die als biografisches Ergänzungsmaterial große Bedeu- tung besitzt. Leider ist sie nicht vollständig erhalten, da Weberns Heim und In- ventar in Maria Enzersdorf bei Wien während des Zweiten Weltkrieges größ- tenteils der Verwüstung durch Soldaten anheim fiel. Dieser Zerstörung fielen auch seine Bibliotheksbestände zum Opfer, darunter höchstwahrscheinlich auch einige Werke Roseggers, da sie heute nicht mehr Bestandteil seiner Bibliothek sind.41 Die erhaltenen Roseggerbücher aus Weberns Büchersammlung, die nun- mehr in der Paul Sacher Stiftung in Basel aufliegt, sind: Mein Himmelreich. Be- kenntnisse, Geständnisse und Erfahrungen aus dem religiösen Leben,42 sowie 23 Bände der ursprünglich aus 40 Bänden bestehenden Gesammelten Werke.43 Im 3. Kapitel, in welchem ich Roseggers und Weberns Musikwahrnehmung analysierte, war mir u. a. der Briefwechsel zwischen Peter Rosegger und Fried- rich von Hausegger,44 den auch Webern besessen hatte, eine sehr große Hilfe. Diesen (nicht vollständig vorliegenden) Briefwechsel dominieren zwei Themen- schwerpunkte: die nationale Frage und das Kunstwerk Richard Wagners. Die größtenteils zum Zeitpunkt der Entstehung der vorliegenden Arbeit noch nicht publizierten Briefe Weberns an Schönberg stellte mir das Arnold- Schönberg-Center Wien freundlicherweise auf CD-Rom zur Verfügung; der Briefwechsel Berg – Schönberg wurde im Jahre 2007 komplett publiziert, was mir eine große Hilfe war, zumal Bergs Handschrift zuweilen sehr schwer zu le- sen ist.45 Da Webern sich auch mit Alban Berg...

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