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Frühe semitische Lehnwörter im Griechischen

Rafal Rosol

Das Buch wirft ein neues Licht auf die Frage der frühen semitischen Lehnwörter im Griechischen. Es untersucht ca. 400 griechische Wörter auf einen möglichen semitischen Ursprung. Aus dieser Untersuchung ergibt sich, dass der von der mykenischen bis zum Ende der klassischen Zeit belegte griechische Wortschatz insgesamt 65 Wörter mit plausiblen semitischen Etymologien umfasst. Hinzu kommen die Buchstabennamen phönizischer Herkunft und einige Wörter, die zwar ägyptischen oder iranischen Ursprungs sind, aber vermutlich durch Vermittlung einer semitischen Sprache übernommen wurden. Bei über 300 Wörtern erwiesen sich die in der Forschung vorgeschlagenen semitischen Etymologien dagegen als unhaltbar.

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Vorwort

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ejnnow` ga;r o{ti polla; oiJ {Ellhne~ ojnovmata a[llw~ te kai; oiJ uJpo; toi`~ barbavroi~ oijkou`nte~ para; tw`n barbavrwn eijlhvfasin. (Plat., Crat. 409e) Im vorliegenden Buch wird die Frage der frühen semitischen Lehnwörter im Altgriechischen aufs Neue behandelt. Der Untersuchung wird der griechische Wortschatz unterzogen, der in den Quellen aus mykenischer, archaischer und klassischer Zeit belegt ist; berücksichtigt sind dabei auch Wörter, die bei Auto- ren der Wende vom 4. zum 3. Jh. v.Chr. (wie Theophrast von Eresos und Mena- nder von Athen) erstmalig vorkommen. Eigennamen werden nicht behandelt. Das Ziel der Untersuchung ist es, zu bestimmen, welche Wörter des griechi- schen Lexikons auf der Grundlage ihrer Etymologie für Entlehnungen aus dem Semitischen gehalten werden können und welche – entgegen früheren Behaup- tungen – nicht zu dieser Gruppe gehören. Die Ergebnisse werden auf möglichst übersichtliche Weise dargestellt, damit jeder Leser sich sowohl mit den postu- lierten Etymologien als auch mit dem Material, auf dessen Grundlage sie vorge- schlagen werden, leicht vertraut machen kann. An dieser Stelle möchte ich Herrn Prof. Rainer Voigt (Freie Universität Ber- lin) für viele hilfreiche Hinweise und Bemerkungen meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Frau Cecilie Koch danke ich für die sprachliche Korrektur des Textes. Dieses Buch ist mit finanzieller Unterstutzung des polnischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulwesen (Staatshaushaltsmittel 2012-2013) ent- standen. Poznań, den 12. Oktober 2012

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