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Forschungswege in der Eurythmietherapie

Berichte vom internationalen Forschungssymposium - 28.-30. November 2008

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Edited By Annette Weisskircher and Albrecht Warning

An der Alanus Hochschule Alfter wurde im November 2008 ein Forschungssymposion «Forschungswege in der Eurythmietherapie» veranstaltet. In den vergangenen Jahren sind eine Reihe von Forschungsarbeiten in der Eurythmietherapie mit unterschiedlichen Methoden geleistet worden. Es wurde die Frage gestellt, welche Forschungsmethoden der Eurythmietherapie angemessen sind und wie die verschiedenen Ansätze miteinander verbunden werden können. Es war das Anliegen dieses Symposiums, diese unterschiedlichen Wege zu betrachten und methodische Grundlagen anzudenken, die die Forschungsziele bündeln können. Zugleich wurden verschiedene Dokumentationsweisen der Therapieprozesse vorgestellt: in der physiologischen Ebene am Patienten und betrachtend reflektierende Beschreibungen der Therapeuten.

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Chronobiologische Perspektive auf den menschlichen Organismus zum Verständnis anthroposophisch-therapeutischer Maßnahmen am Beispiel der Heileurythmie Friedrich Edelhäuser 41

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41 5. Vortrag Samstag den 29.11.2008 Chronobiologische Perspektive auf den menschlichen Organismus zum Verständnis anthroposophisch- therapeutischer Maßnahmen am Beispiel der Heileurythmie Friedrich Edelhäuser Zusammenfassung Der menschliche Organismus wird in der Regel anhand vielfältiger Beschreibun- gen von Ist-Zuständen dargestellt. Häufig wird dabei implizit vorausgesetzt, dass die Zustände zeitlich invariant sind. Selbst dynamische Prozesse werden unter dieser Voraussetzung beschrieben. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass physiologische Funktionen nicht konstant sind, sondern rhythmische Varia- tionen zeigen. Somit ist der gesamte Organismus durchzogen von spontan verlau- fenden rhythmischen Funktionen. Analog zu einer rein räumlichen Betrachtung des Organismus ergibt die Gesamtheit der rhythmischen Funktionen ein eigenständiges zeitliches System. Zusätzlich zu den spontan verlaufenden Rhythmen gibt es auch reaktiv verlaufende rhythmische Variationen. Sie werden durch Reizbelastungen oder auch Krankheiten ausgelöst. Viele anthroposophisch-therapeutische Vorge- hensweisen beinhalten ebenfalls rhythmische Strukturen, so auch die Heileuryth- mie (Eurythmietherapie) durch die Wiederholung der Übungen und damit von inneren Aktivitäten und äußerer Bewegung. Eine Zusammenschau der organismus- eigenen rhythmischen Variationen mit den therapeutisch induzierten rhythmischen Variationen kann ein erweitertes Verständnis für mögliche Wirkweisen geben. Einleitung Spätestens mit Beginn der Neuzeit im 15. Jahrhundert ist auch der menschliche Or- ganismus Gegenstand vielfacher empirischer Untersuchungen. So hat u.a. Leonardo da Vinci im 15 Jahrhundert sehr viele anatomische Präparationen durchgeführt und anatomische Zeichnungen angefertigt. In der Folge entstand daraus zunächst ein räumlicher Überblick über den Organismus. Mit der systematischen Untersu- chung der...

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