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Entwicklungen im Web 2.0

Ergebnisse des III. Workshops zur linguistischen Internetforschung

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Edited By Torsten Siever and Peter Schlobinski

Es ist keine 20 Jahre her, dass das World Wide Web seine populäre Entwicklung begonnen hat – mit unvorhersehbaren Konsequenzen für sich selbst und die Medienlandschaft im Allgemeinen. Inzwischen nimmt die Zukunft der durch das Internet grundlegend beeinflussten Medien- und Kommunikationslandschaft allerdings Gestalt an; sie beginnt sich an Plakaten zu offenbaren, auf denen dafür geworben wird. Sie zeigt sich bei Arbeitnehmern, die ihr Büro dank Mobiltelefon und Surfstick ins Café und in die Bahn verlegen und sicherlich auch an Konzepten wie der Cloud, in der sich inzwischen zahlreiche Anwendungen finden und die zunehmend von Privatpersonen und Unternehmen genutzt wird. Und der Fortschritt ist nicht auf den technischen Bereich beschränkt. Die Kommunikationsformen des Internets bieten Möglichkeiten und Einschränkungen, die auch auf die sprachlichen Handlungen der Nutzer einwirken. Wer im (oder zumindest mit dem) Web 2.0 bestehen möchte, muss sich sprachlich anpassen: Dies gilt für die die Sprache prägenden Rahmenbedingungen wie Zeichenbegrenzungen ebenso wie für die Sprachhandelnden selbst, die sich der Kommunikationsformen auf ihre Weise bedienen. Das Web 2.0 oder Social Web ist sprachwissenschaftlich bislang weitestgehend unerforscht. Es wurde daher zum Gegenstand des III. hannoverschen Workshop zur linguistischen Internetforschung erklärt. Dieser Band enthält Beiträge, die auf die Vorträge dieses Workshops zurückgehen und auf Anwendungen wie Facebook, Flickr, Twitter und andere Plattformen für user-generated content fokussieren. Daneben werden methodische Aspekte, Internet-Werbung, Mensch-Maschine-Interaktion, Hybridität sowie Literatur behandelt.

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8. Stilmischung, Code-Switching & Co.: Hybriditätsarten im Internet. Larissa Shchipitsina (Archangelsk)

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Larissa Shchipitsina (Archangelsk) 8 Stilmischung, Code-Switching & Co.: Hybriditätsarten im Internet ZEITmagazin, webverzeichnis4you und Blogroman: mit solchen und ähnlichen Erscheinungen hat man es bei der Kommunikation im Internet immer öfter zu tun. Vermischung von Schriften, semiotischen Codes, lexikalischen Einheiten verschiedener Nationalsprachen, Merkmalen der Mündlichkeit und Schrift- lichkeit sowie Textsorten tritt im Internet immer wieder auf, so dass man beim Anblick eines solchen bunten Bildes den Eindruck hat, dass man mitten auf der Kreuzung verschiedener Wege steht, die einen Internetnutzer mehrdimensio- nal umgeben und manchmal sogar irritieren. In diesem Zusammenhang entsteht die Frage: sind die Erscheinungen, die auf Grund der Annäherung oder Mischung verschiedenartiger Formen und Codes im Internet zustande kommen, unabhängig voneinander oder stellen sie verschiedene Facetten einer globalen Entwicklung dar, die die moderne Kom- munikation im Internet immer mehr prägt? Wenn man diese Frage mit »Ja« beantwortet, wie könnte diese globale Entwicklung heißen? Und welche kon- kreten Erscheinungen schließt eine solche globale Entwicklung ein? Der Lö- sung dieser Fragenkomplexe ist der vorliegende Aufsatz gewidmet. Dazu muss man sich zuerst nach der Stelle der Formen- und Codemischung unter den anderen sprachlichen Besonderheiten der Kommunikation im Internet umse- hen. Dann werden die möglichen Bezeichnungsvorschläge für diesen Prozess der Formen- und Codemischung betrachtet, unter anderen auch der Begriff der Hybridität. Zum Schluss werden die einzelnen Erscheinungsformen der Hy- bridität auf verschiedenen Sprach- und Textebenen am Beispiel unterschiedli- cher Kommunikationsformen im Internet beschrieben. 154 Larissa Shchipitsina 8.1 Sprache und Kommunikation...

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