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Schnittstellen

Modelle für einen filmintegrativen Literaturunterricht

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Matthias Schönleber

Ziel dieser Arbeit ist es, Berührungspunkte von Buch und Film zu beschreiben und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich diese Schnittstellen in didaktischen Arrangements operationalisieren lassen. Hierzu werden filmwissenschaftliche Zugriffe auf ihre Kompatibilität mit literaturwissenschaftlichen Methoden geprüft, um ein Kategoriensystem zu entwickeln, das beiden Medienformaten gerecht wird. Eine systematische Darstellung aktueller Ansätze der filmorientierten Deutschdidaktik und der Entwurf eines filmintegrativen Deutschunterrichts bilden den Schwerpunkt der Arbeit. Es werden Unterrichtsmodelle dargestellt, die zentrale Aspekte dieses filmintegrativen Deutschunterrichts veranschaulichen.

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Einleitung

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„Der Filmsehende“, so Bertolt Brecht, „liest Erzählungen anders“1. Aber liest er sie auch bes- ser? Ist sein Leseerlebnis tiefer, differenzierter, ertragreicher? Und sieht umgekehrt der Le- sende Filme anders, mit mehr Aufmerksamkeit und Gewinn? Die Bedingungen, unter denen eine solche wechselseitige Erhellung der Künste im Deutschunterricht stattfinden kann, sollen in dieser Arbeit untersucht werden. Der Film ist bereits seit seiner Entstehung Gegenstand pädagogischer Reflexionen. Auch für den Deutschunterricht ist der Film schon lange kein neues Medium mehr. Insofern reiht sich die vorliegende Arbeit in eine lange Traditionskette filmpädagogischer und filmdidaktischer Reflexionen. Allerdings unterliegen die Bedingungen, unter denen sich Film und Deutschun- terricht begegnen, einem stetigen historischen, politischen, sozialen und technischen Wandel, sodass immer wieder neue Ansätze für diese Begegnung gefunden werden müssen. Die Kon- zepte, die in letzter Zeit entwickelt wurden, verpflichten sich einem Bildungsbegriff, der das ästhetische Lernen in einem multimedialen Feld verortet. Nicht selten steht im Mittelpunkt die Forderung, die einseitig buchzentrierte Ausrichtung des Deutschunterrichts, die nicht mehr das mediale Erleben der Schüler widerspiegelt, zu überwinden. In dieser Perspektive gerät der Deutschunterricht aus kulturwissenschaftlicher und pädagogischer Sicht in den Zug- zwang, Medienformate unterschiedlichster Prägung in seinen Aufgabenbereich zu integrieren. Hinzu kommt eine Argumentation, die im Zuge einer kompetenzorientierten Ausrichtung des Lernens einen bewussten und kompetenten Umgang mit dem zunehmend dominanten und zunehmend beschleunigten Bilderstrom in der (Medien-)Gesellschaft in Aussicht stellt. Ver- änderungsdruck und Gratifikationserwartungen sind also gleichermaßen hoch. Hierauf musste die Deutschdidaktik reagieren....

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