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Schnittstellen

Modelle für einen filmintegrativen Literaturunterricht

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Matthias Schönleber

Ziel dieser Arbeit ist es, Berührungspunkte von Buch und Film zu beschreiben und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich diese Schnittstellen in didaktischen Arrangements operationalisieren lassen. Hierzu werden filmwissenschaftliche Zugriffe auf ihre Kompatibilität mit literaturwissenschaftlichen Methoden geprüft, um ein Kategoriensystem zu entwickeln, das beiden Medienformaten gerecht wird. Eine systematische Darstellung aktueller Ansätze der filmorientierten Deutschdidaktik und der Entwurf eines filmintegrativen Deutschunterrichts bilden den Schwerpunkt der Arbeit. Es werden Unterrichtsmodelle dargestellt, die zentrale Aspekte dieses filmintegrativen Deutschunterrichts veranschaulichen.

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1 Medienpädagogik, Medienerziehung, Mediendidaktik

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Der erziehungswissenschaftliche Mediendiskurs, der im Kontext dieser Arbeit reflektiert wer- den soll, findet auf mehreren Ebenen statt. STAIGER (2007) nennt als relevante Diskursge- meinschaften Didaktik, Pädagogik, Fachdidaktik und die „Subdisziplin“7 Medienpädagogik. Während die Didaktik die Medien als Träger und Vermittler von Informationen in Lehr- Lernprozessen betrachtet, sieht die Pädagogik in ihnen ein Element der Freizeitgestaltung. Für die Fachdidaktik sind in erster Linie Medien als Unterrichtsmittel und Unterrichtsgegenstand interessant. Die Medienpädagogik hingegen beleuchtet medienerzieherische und mediendi- daktische Fragestellungen und gilt bei STAIGER als Oberbegriff der Teilbereiche Mediendi- daktik, Medienerziehung, Medienkunde und Medienforschung. TULODZIECKI (1997) versteht unter Medienpädagogik die „Gesamtheit aller pädagogisch rele- vanten handlungsleitenden Überlegungen mit Medienbezug einschließlich ihrer medientech- nischen Grundlagen und medientheoretischen bzw. empirischen und normativen Grundla- gen“8. Demgemäß fächert sich TULODZIECKIS Begriff der Medienpädagogik in die Teilbereiche Me- diendidaktik, Medienerziehungstheorie, Medientechnik, Medientheorie, Medienforschung und Medienpraxis auf. Mediendidaktik beschreibt in diesem Kontext „den Bereich der Didaktik, in dem alle Überlegungen zusammengefasst sind, bei denen es im Wesentlichen um die Frage geht, wie Medien bzw. Medienangebote oder Medienbeiträge zur Erreichung pädagogisch gerechtfertigter Ziele gestaltet o- der verwendet werden können bzw. sollen.“9 Medienerziehungstheorie versteht TULODZIECKI als „das Feld aller Überlegungen zu dem Problemkreis […], welche erziehungs- und bildungsrelevanten Ziele im Zusammenhang mit Medienfragen angestrebt werden sollen und wie diese in pädagogisch angemessener Form erreicht werden.“10 7 Staiger, Michael (2007), S. 70. 8 Tulodziecki, Gerhard (1997) Medien in Erziehung und Bildung. Grundlagen und...

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