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Schnittstellen

Modelle für einen filmintegrativen Literaturunterricht

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Matthias Schönleber

Ziel dieser Arbeit ist es, Berührungspunkte von Buch und Film zu beschreiben und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich diese Schnittstellen in didaktischen Arrangements operationalisieren lassen. Hierzu werden filmwissenschaftliche Zugriffe auf ihre Kompatibilität mit literaturwissenschaftlichen Methoden geprüft, um ein Kategoriensystem zu entwickeln, das beiden Medienformaten gerecht wird. Eine systematische Darstellung aktueller Ansätze der filmorientierten Deutschdidaktik und der Entwurf eines filmintegrativen Deutschunterrichts bilden den Schwerpunkt der Arbeit. Es werden Unterrichtsmodelle dargestellt, die zentrale Aspekte dieses filmintegrativen Deutschunterrichts veranschaulichen.

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4 Sehen, Lesen, Schreiben – Modelle für einen filmintegrativen Deutschunterricht

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Im vorhergehenden Kapitel ging es darum zu zeigen, welche Zielvorstellungen für einen film- integrativen Deutschunterricht vor dem Hintergrund von hermeneutischer Filmtheorie und rezeptionsästhetischer Imaginationsorientierung entwickelt werden können. In diesen Rahmen von Bezugsgrößen müssen allerdings noch narratologische Fragestellungen integriert werden, um ein umfassendes Modell medienspezifischen Erzählwissens666 als Kerndomäne einer me- dienübergreifenden ästhetischen Rezeptionskompetenz zu skizzieren. Auch die Frage, was dieses medienspezifische Erzählwissen ausmacht, und an welchen Gegenständen es extrapo- liert werden kann, soll im Folgenden an konkreten Beispielen beantwortet werden. Bei den Beispielen handelt es sich um erprobte Unterrichtsarrangements667 mit verschiedenen filmi- schen und schriftliterarischen narrativen Texten, wobei jeweils zwei Beispiele epische Lang- formen bzw. epische Kurzformen berücksichtigen. Die beiden Modelle zu Kurzgeschichte und Kurzfilm sowie zu Kriegsfilm und Kriegsliteratur sind für die Mittelstufe ausgelegt, die Modelle zum ‚Kafkaesken’ in Film und Literatur und zur Erzähltheorie für die Oberstufe. 666 Hier wird bewusst der Terminus ‚Erzählwissen’ gebraucht, da es hier primär um Wis- sensgehalte geht und noch nicht um definierte Kompetenzen. Diese werden aber nicht additiv, sondern durch themenzentrierte Kumulation in transmedialer Vernetzung dar- geboten, sodass die Annahme einer nachhaltigeren Verankerung nahe liegt. Der Ent- wicklung eines Kompetenzmodells für literarisches Verstehen soll hier nicht vorgegrif- fen werden. Ist aber das Konzept medienspezifischen Erzählwissens in den hier ange- strebten Umrissen erkennbar, sollte es sich leicht in ein entsprechendes Kompetenzmo- dell integrieren lassen. 667 Drei dieser Modelle wurden in gekürzter Form bereits an anderer...

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