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Die spanischen «Spectators» im Überblick

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Klaus-Dieter Ertler, Elisabeth Hobisch and Andrea Maria Humpl

Die Spectators stellen sowohl auf spanischer wie auch auf internationaler Ebene ein reiches erzählerisches Potential dar, dessen Verflechtungen noch zu untersuchen sind. Dazu bedarf es einer kompakten Übersicht über die Erzählungen und Geschichten, welche in diesem Buch geboten wird. Die systematische Darstellung ist als Basis zur Erforschung der Verbindungen zwischen den Mikrostrukturen zu verstehen. Damit können migratorische Phänomene im narrativen Prozess des 18. Jahrhunderts aufgezeigt und in ihren Verzweigungen nachvollzogen werden.

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El Pensador, Joseph Álvarez y Valladares

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El Pensador Joseph Álvarez y Valladares (Joseph Clavijo y Fajardo) [1762–1763, 1767] I 1 Thema: Autopoetische Reflexion Der Pensador erzählt über seine Veranlagung zum Denker und den Ent- schluss, seine gesammelten Gedanken trotz der wenig enthusiastischen Re- aktion seiner Freunde zu publizieren. Er berichtet, dass er die menschlichen Laster zu beobachten pflegt; diese betrüben ihn zutiefst und verursachen sogar körperlichen Schmerz. Obwohl ihm die begrenzte Wirkung seiner Schriften bewusst ist, liegt sein Ziel in der Verbesserung der Menschen. 2 Thema: Frauenbild und Schönheit Der Pensador schreibt einen Brief an die Damen. Er erinnert daran, wie wichtig die äußerliche Schönheit für Frauen ist und was sie alles bereit sind zu tun, um diese zu erhalten oder zu betonen. Anhand mehrerer Bei- spiele erklärt er, dass die äußerliche Schönheit alleine nicht ausreicht und nur die Tugend wahre Schönheit ausmacht. 3 Thema: Theater und Spanien Der Pensador erzählt, dass zwei Ausländer bei einem Treffen mit Spaniern die spanischen Komödien stark kritisiert haben. Während der Unterhal- tung konnte er sich noch zurückhalten. Dieser Pensamiento (Gedanke) soll eine Antwort auf die übertriebene Kritik der Ausländer sein: Daraufhin entkräftet er alle Argumente gegen das spanische Theater. Er bezeichnet die Einhaltung der drei aristotelischen Einheiten als unnötig und deutet sie als Zeichen fehlender Vorstellungskraft. Darüber hinaus führt er die stren- ge Beachtung der Regeln auf eine Fehlinterpretation von Boileau zurück. Klaus-Dieter Ertler / Elisabeth...

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