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Metaphern im Fremdsprachenunterricht: Englisch, Französisch, Spanisch

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Corinna Koch

Diese Publikation wurde mit dem Ludger-Schiffler-Preis für Fremdsprachendidaktik 2013 ausgezeichnet.

Metaphern sind nicht nur in der Literatur-, sondern auch in der Alltagssprache allgegenwärtig. Somit sind Schüler beim Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen in der Fremdsprache ständig darauf angewiesen, Metaphern zu erkennen, richtig zu deuten und selbst angemessen zu nutzen. Metaphernkompetenz stellt folglich einen wesentlichen Bestandteil interkultureller und fremdsprachlicher Kompetenz allgemein dar und ermöglicht es, kulturelle Sichtweisen aufzudecken, zu diskutieren und zu hinterfragen. Dieses Buch entwickelt eine zeitgemäße Metapherndefinition für den Fremdsprachenunterricht, arbeitet systematisch ihr fremdsprachendidaktisches Potenzial heraus, überprüft dessen aktuelle Ausschöpfung durch eine Lehrbuchanalyse und stellt erstes Material für einen erweiterten Umgang mit Metaphern vor.

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2. Definition und fremdsprachendidaktisches Potenzial der Metapher

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Wie der Deutschdidaktiker Gerd Katthage so treffend formuliert: „Eine Didaktik der Metapher muss wissen, was eine Metapher ist“ (Katthage 2004, 240). Genau an dieser Stelle ist jedoch eine der größten Schwierigkeiten im Umgang mit der Metapher anzusiedeln. Die jahrtausendelange Geschichte und die große Anzahl von Veröffentlichungen zur Metapherntheorie sind Zeugnis der „Unerschöpf- lichkeit“ (Black [1977] / 1996, 380) eines Gegenstandes, der besonders im 20. Jahrhundert eine regelrechte „Renaissance“ (Katthage 2004, 4) erlebt5: „Metaphor continues to be a hot topic, and the number of the publications dealing with it has exploded over the past thirty years” (Müller 2008, 19). Die verschiedenen Ansätze zur Theorie der Metapher unterscheiden sich dabei weniger darin, ob ein bestimmter Ausdruck eine Metapher ist, als in ihrer Erklärung der Funk- tionsweise einer Metapher (vgl. Black [1954] / 1996, 56). Die zahlreichen, inkompatiblen Metapherntheorien verschiedener wissenschaft- licher Disziplinen, die sich mit der Metapher beschäftigen, sowie die Masse von Metapherntheorien innerhalb einzelner, für die Fremdsprachendidaktik zentraler Bezugswissenschaften wie der Linguistik machen es der Metapherndidaktik schwer, mit einer eindeutigen Definition im Sprachunterricht zu arbeiten, die es erlaubt, sowohl den neuesten Erkenntnissen der Forschung als auch der im Unterricht unerlässlichen Funktionalität gerecht zu werden, die ein „methodisch praktikables Arbeiten“ (Katthage 2004, 240) ermöglicht. Die Metapherndidaktik ist demnach gefordert, selbst eine für sie zugeschnittene Definition für den Unterricht zu entwickeln, indem sie unter anderem die verschiedenen vorherr- schenden Theorien analysiert, denn ohne „Rekurs auf ihre Überlieferung und Verwendung...

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