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Metaphern im Fremdsprachenunterricht: Englisch, Französisch, Spanisch

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Corinna Koch

Diese Publikation wurde mit dem Ludger-Schiffler-Preis für Fremdsprachendidaktik 2013 ausgezeichnet.

Metaphern sind nicht nur in der Literatur-, sondern auch in der Alltagssprache allgegenwärtig. Somit sind Schüler beim Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen in der Fremdsprache ständig darauf angewiesen, Metaphern zu erkennen, richtig zu deuten und selbst angemessen zu nutzen. Metaphernkompetenz stellt folglich einen wesentlichen Bestandteil interkultureller und fremdsprachlicher Kompetenz allgemein dar und ermöglicht es, kulturelle Sichtweisen aufzudecken, zu diskutieren und zu hinterfragen. Dieses Buch entwickelt eine zeitgemäße Metapherndefinition für den Fremdsprachenunterricht, arbeitet systematisch ihr fremdsprachendidaktisches Potenzial heraus, überprüft dessen aktuelle Ausschöpfung durch eine Lehrbuchanalyse und stellt erstes Material für einen erweiterten Umgang mit Metaphern vor.

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6. Fazit und Ausblick

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Die Lehrbuchanalyseergebnisse der vorliegenden Arbeit belegen, dass – entgegen der eingangs zitierten, häufig geäußerten Annahme von Lehrkräften und Didak- tikern – Metaphern in den gängigen Englisch-, Französisch- und Spanischlehr- büchern als lehrkraftunabhängige Konstanten des Inputs im Fremdsprachenunter- richt der Sekundarstufe I so präsent sind, dass Lernende auf jeder Lehrbuchseite mit Metaphern umgehen müssen. Metaphern sind somit Teil des alltäglichen Fremdsprachenunterrichts und weit mehr als ein literarisches Phänomen. Die Lehrbuchanalyseergebnisse machen jedoch gleichzeitig deutlich, dass die An- zahl von Metaphern in den Lehrbüchern, die an sich bereits eine explizite Aus- einandersetzung der Lernenden mit Metaphern notwendig macht, dennoch bei Weitem nicht der Präsenz von Metaphern in der jeweiligen fremdsprachlichen Alltagssprache entspricht und dass zudem in den Lehrbüchern kein systematischer Umgang mit Metaphern zu erkennen ist. Es kommen also mehr Metaphern vor als gedacht, aber immer noch nicht genug, um an eine authentische Metaphern- dichte heranzukommen. Die Lehrbücher scheinen zunächst – mehr oder weniger bewusst – zu versuchen, möglichst wenige Metaphern aufzunehmen, und igno- rieren anschließend in den Vokabelerklärungen und Aufgaben weitgehend den metaphorischen Charakter sowie die konzeptuelle Komponente derjenigen sprach- lichen Metaphern, die sie (gezwungenermaßen) aufgenommen haben. Festzuhalten ist demnach: Die aktuelle Lehrbuchgeneration wird der Metapher als omniprä- sentem Alltagsphänomen nicht gerecht – sie enthält keine authentische Anzahl von Metaphern und schafft es weder die Schwierigkeiten, die Metaphern Ler- nenden bereiten, nachhaltig zu lösen noch die Potenziale auszuschöpfen, die die...

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