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Internationales Privatrecht und Geschäftsführerhaftung bei Insolvenzen von Auslandsgesellschaften

Gläubigerschutz im englischen und deutschen Recht

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Christian Grochowski

Die Arbeit untersucht, wie sich die aus der Rechtsprechung des EuGH zum internationalen Gesellschaftsrecht sowie aus der EuInsVO und ROM II-Verordnung ergebende kollisionsrechtliche Gemengelage auf den Gläubigerschutz bei Insolvenzen von Auslandsgesellschaften in England und Deutschland auswirkt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage der Geschäftsführerhaftung als ein zentrales Mittel zum Schutz ungesicherter Gläubiger. In rechtsvergleichender Weise werden zunächst die in England und Deutschland bei Insolvenzen inländischer Gesellschaften existierenden Haftungssysteme dargestellt. Sodann werden mit dem Blick auf ausländische Gesellschaften die Auswirkungen des Kollisionsrechts auf die Systeme erläutert, bevor eine abschließende Bewertung der Effektivität und Effizienz der auf diesem Wege entstandenen Haftungssysteme bei Insolvenzen von Auslandsgesellschaften erfolgt.

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2. Teil: Grundlagen des Internationalen Privat und Verfahrensrechts bei derGeschäftsführerhaftung im Fall von Insolvenzen von Auslandsgesellschaften mit inländischem Verwaltungssitz

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145 2. Teil: Grundlagen des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts bei der Geschäftsführerhaftung im Fall von Insolvenzen von Auslandsgesellschaften mit inländischem Verwaltungssitz Vor diesem Hintergrund ist die weitere Untersuchung der Frage vorzunehmen, welche Rechtsordnung einen wirkungsvolleren Gläubigerschutz bei der Ge- schäftsführerhaftung bei Insolvenzen inländischer Auslandsgesellschaften bietet. Die Grundlagen des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts bei der Geschäftsführerhaftung bei Insolvenzen von Auslandsgesellschaften, die inner- halb eines EU-Mitgliedstaates gegründet aber ausschließlich innerhalb eines an- deren EU-Mitgliedstaates tätig sind, sind im englischen und deutschen Recht weitgehend einheitlich. Dies ist damit zu begründen, dass dieser Bereich des Rechts maßgeblich durch das Europarecht geprägt ist. Aufgrund des Anwen- dungsvorrangs des Europarechts vor dem nationalen Recht kommt es in diesem Rechtsgebiet zu einer umfassenden Vereinheitlichung.813 Lediglich die Ent- scheidung über die Wegzugsfreiheit von Gesellschaften sowie die Art und Wei- se der Durchführung der Qualifikation einer bei der Inanspruchnahme der Ge- schäftsführung der Auslandsgesellschaft gegebenenfalls einschlägigen Norm fallen in den Bereich des nationalen Rechts. A. Die Anerkennung von Auslandsgesellschaften mit inländischem Verwaltungssitz Die Anerkennung von Auslandsgesellschaften mit inländischem Verwaltungs- sitz durch die Rechtsordnungen bildet die Basis der Geschäftsführerhaftung bei Insolvenzen inländischer Auslandsgesellschaften. Nur wenn Gesellschaften ih- ren Verwaltungssitz im Inland aufgeben und im Ausland begründen können, können sich die Folgefragen des internationalen Privat- und Verfahrensrechts zu der Geschäftsführerhaftung bei Insolvenzen dieser Gesellschaften überhaupt stellen. Dabei ist zwischen der Gewährleistung...

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