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Ausspracheabweichungen bei koreanischen Deutschlernenden und Empfehlungen für Ausspracheübungen

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Sejin Park

Ausspracheabweichungen bei koreanischen Deutschlernenden und Empfehlungen für Ausspracheübungen befasst sich zunächst mit der kontrastiven Phonologie bzw. Phonetik, Phonotaktik des Koreanischen und des Deutschen. Aufgrund der strukturellen Ungleichheit beider Sprachen lassen sich typische Aussprachefehler und -schwierigkeiten koreanischer Deutschlernender prognostizieren. Darüber hinaus werden Ausspracheabweichungen der koreanischen Deutschlernenden auf auditiver (rezeptiver) und produktiver Ebene untersucht. Zum Schluss formuliert die Autorin – basierend auf den Untersuchungsergebnissen – Empfehlungen für eine didaktisch-methodisch optimale Übungsweise, die zu einer Erleichterung des Fremdsprachenerwerbs beitragen können.

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2 Phonologie und Phonetik des Koreanischen und des Deut schen

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2.1 Grundbegriffe aus Phonologie und Phonetik Der Begriff Phonetik wird in dieser Arbeit als Oberbegriff für phonologische, phonetische und didaktische Aspekte im Sinne von Ausspracheschulung ver­ standen (vgl. Hirschfeld 2001, 872). Phonologie im ursprünglichen Sinne be­ trifft nur die Darstellung der Phonemsysteme, Phoneme und distinktiven Merk­ male. Im Folgenden sollen in der Arbeit verwendete phonologische und phone­ tische Grundbegriffe erklärt werden. Akzent / Akzentuierung (W ortakzentuierung, Satzakzentuierung): Unter Akzent / Betonung versteht man die Hervorhebung einer Silbe. Beim Ak­ zent im weiteren Sinne als suprasegmentale Erscheinung geht es um den Wort­ akzent (Silbe eines Wortes), den Phrasenakzent (einer Wortgruppe) oder den Satzakzent (eines Satzes) (vgl. Bußmann 2008, 22; Barkowski / Krumm 2010, 6). Die Wortakzentuierung ist in den meisten Sprachen streng geregelt; in manchen Sprachen liegt der Akzent immer auf einer, d. h. derselben Silbe. So wird z. B. im Tschechischen und Finnischen stets die erste Silbe betont, im Polnischen die vorletzte, im Türkischen und im Französischen die letzte (vgl. Stock 1999, 38). Im Koreanischen ist es meistens die erste oder die zweite Silbe (vgl. Lee 1998, 20 und 47; Kim 1996, 125; Song 1984, 123; Nellen 1989, 213). Assimilation: Der Begriff Assimilation bezeichnet allgemein eine Anpassung an eine Lautum­ gebung. Laute gleichen sich bestimmten neben ihnen stehenden Lauten in der Aussprache an. Auch die Position eines Lautes, z. B. am Wortende, kann eine Lautveränderung bewirken. Nach Hirschfeld und Stock (2010, 196; 2011, 36) sind Assimilationen Angleichungen hinsichtlich bestimmter Bildungsmerkmale, im Deutschen vor...

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