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Analyse und Bewertung von Kommunikationsleistungen

Die Social Communication Scorecard als Instrument zur Erfassung und Beurteilung interpersonaler Netzwerke in Kommunikationsabteilungen

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Daniel Mücke

Fixpunkt der Kommunikationsforschung ist meistens das Ziel: die kommunikative Aktion bei einer Zielgruppe und deren Wirkung. Kaum beachtet wird der vorgeschaltete Entstehungsprozess, nämlich der Weg zur kommunikativen Aktion. Zu selten wird (kontinuierlich) hinterfragt, ob die vorgegebene Kommunikationsstruktur zielführend und bei den Mitarbeitern akzeptiert ist. Und über die real existierenden internen Kommunikationsstrukturen ist meistens kaum etwas bekannt. Gleiches gilt für die Mitarbeiter. Auch sie wissen oftmals nur wenig über ihre eigene kommunikative Rolle und damit über ihre Bedeutung innerhalb der und für die Abteilung. Zentrales Ziel dieses Buches ist die Entwicklung eines Ansatzes für die umfassende Analyse und Beurteilung der Entstehungsprozesse von Kommunikationsleistungen im interpersonalen Netzwerk Unternehmenskommunikation. Auf dessen Basis soll zum einen eine Sichtbarmachung bestehender Kommunikationsstrukturen erfolgen, zum anderen kann auf dieser Grundlage eine differenzierte Erklärung kommunikativer (Fehl-)Leistungen ermöglicht werden.

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I Theoretische Fundierung 19

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 21    Kommunikation ist zu einem unverzichtbaren Faktor für den Unternehmenser folg geworden. Lange Zeit waren klassische Größen wie die Produktqualität, der Preis oder die Vertriebsorganisation die entscheidenden Kriterien dafür, dass Unternehmen trotz gleicher Kapitalausstattung und Größe unterschiedliche Er gebnisse am Markt erzielt haben. Doch bereits Ende der 1960erahre prokla mierte Drucker (1969), dass Wissen und Information und damit auch Kommuni kation als zentrale Ressourcen der modernen Gesellschaft anzusehen sind1. Heute gelten „human and communication capital“ (Peters/Waterman 1982: 222) als eingeführte Wettbewerbsfaktoren. Differenzierung mittels kommunikativer Eigenschaften ist zu einem der letzten, potenziellen Wettbewerbsvorteile gewor den. Dabei sieht sich die Kommunikation mit einer ganzen Kette von Herausfor derungen konfrontiert: gesättigte (Kommunikations) Märkte, beschleunigte In ternationalisierung von Unternehmensprozessen, steigender Integrationsbedarf durch neu hinzugekommene Kommunikationsinstrumente, Informationsüberflu tung der Konsumenten und die abnehmende Wirkung einzelner Kommunika tionskontakte (Maier 2006: 9). Daraus leiten sich vielfältige und komplizierte Aufgaben für die Unternehmenskommunikation ab, deren gemeinsames Oberziel zusammengefasst wie folgt formuliert werden könnte: Die Wahrnehmung durch die Rezipienten auf die gewünschte Art und Weise. Dabei muss Unternehmens kommunikation stets aktuelle Chancen und Risiken erkennen, um den jeweiligen Herausforderungen gerecht werden zu können. Wie oftmals in der wissenschaftlichen Diskussion lässt sich auch für den Terminus Unternehmenskommunikation eine Vielzahl von Definitionen und Be griffsverständnissen finden. Für die Einordnung und das Verständnis der vorlie genden Arbeit ist es wichtig, diese beiden Aspekte zu erläutern und klar abzu stecken, da dies...

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