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Analyse und Bewertung von Kommunikationsleistungen

Die Social Communication Scorecard als Instrument zur Erfassung und Beurteilung interpersonaler Netzwerke in Kommunikationsabteilungen

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Daniel Mücke

Fixpunkt der Kommunikationsforschung ist meistens das Ziel: die kommunikative Aktion bei einer Zielgruppe und deren Wirkung. Kaum beachtet wird der vorgeschaltete Entstehungsprozess, nämlich der Weg zur kommunikativen Aktion. Zu selten wird (kontinuierlich) hinterfragt, ob die vorgegebene Kommunikationsstruktur zielführend und bei den Mitarbeitern akzeptiert ist. Und über die real existierenden internen Kommunikationsstrukturen ist meistens kaum etwas bekannt. Gleiches gilt für die Mitarbeiter. Auch sie wissen oftmals nur wenig über ihre eigene kommunikative Rolle und damit über ihre Bedeutung innerhalb der und für die Abteilung. Zentrales Ziel dieses Buches ist die Entwicklung eines Ansatzes für die umfassende Analyse und Beurteilung der Entstehungsprozesse von Kommunikationsleistungen im interpersonalen Netzwerk Unternehmenskommunikation. Auf dessen Basis soll zum einen eine Sichtbarmachung bestehender Kommunikationsstrukturen erfolgen, zum anderen kann auf dieser Grundlage eine differenzierte Erklärung kommunikativer (Fehl-)Leistungen ermöglicht werden.

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II Empirischer Nachweis 149

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II Empirischer Nachweis 151      Um den Nachweis der Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit der Social Communication Scorecard zu erbringen, bedarf es zunächst der Bestimmung des Untersuchungsdesigns. Dazu müssen zwei zentrale Eckpfeiler geklärt sein:  Wie kann der Nachweis erbracht werden (Untersuchungsform)?  Wo kann der Nachweis erbracht werden (Untersuchungsobjekt  Untersu chungssubjekte)?  Sowohl die Wahl der Untersuchungsform als auch die Bestimmung des Untersu chungsobjekts bzw. der subjekte werden von der Aufgabenformulierung – Nachweis der Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit – stark beeinflusst. Pra xistauglichkeit soll dabei bedeuten, dass die Scorecard in der Kommunika tionspraxis angewandt werden kann. Die Leistungsfähigkeit will aufzeigen, wel che Möglichkeiten bei der Anwendung bestehen. Ziel des empirischen Teils ist es nicht, ein konkretes Unternehmen bzw. eine ausgewählte Abteilung Unter nehmenskommunikation zu analysieren. Da sich die Abteilungen von Unterneh men zu Unternehmen unterscheiden und vor allem spezifische Zielvorgaben und Anforderungsprofile in den Unternehmen vorliegen, kann bei der Analyse und Bewertung einer Abteilung kein einheitlich zu bewertendes Ergebnis erzielt wer den. Vielmehr muss für jeden Einzelfall das Ergebnis der Social Communication Scorecard individuell beurteilt und interpretiert werden. Aus diesen ründen er folgt der Nachweis von Praxistauglichkeit und Leistungsfähigkeit in Form eines Experiments – über ein Planspiel. Dabei ist das Verhalten der Komponenten nicht bekannt. Die Situation wird simuliert, das Verhalten der Akteure aber nicht näher festgelegt. Planspiele sind auf die Mitwirkung von Individuen angewiesen. Das Handeln der Akteure soll das Handeln in der Realität vorstellbar machen (Atteslander 2008: 170). Ein Planspiel bietet sich an, da...

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