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Die Auswirkungen des Informationsfreiheitsgesetzes auf die Korruption

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Matthias Pott

Das Informationsfreiheitsgesetz soll Informationszugangsrechte und die Kontrolle staatlichen Handelns verbessern und somit auch ein Mittel zur Korruptionsbekämpfung durch erhöhte Transparenz darstellen. Die Arbeit vergleicht öffentlich-staatliche und private Verfolgung von Korruption. Dabei stellt sich die Frage, wie sich eine private Verfolgung auswirkt, die nicht vom Staat initiiert wird, d.h. nicht durch finanzielle Anreize wie Belohnungen und Prämien des Staates motiviert wird, sondern sich allein durch private Erlöse finanziert. Es wird untersucht, welche Auswirkungen diese private Verfolgung in Abhängigkeit von der jeweiligen Organisationsform auf die Korruptionsverfolgung und damit auf die Abschreckung hat. Darüber hinaus werden die Folgen auf die Wohlfahrt untersucht. Diese Ergebnisse werden mit jenen einer staatlichen Verfolgung und einem planerischen Optimalzustand verglichen.

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8. Vergleich der Verfolgungsszenarien

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Nachdem die Wirkungsmechanismen innerhalb der einzelnen Verfolgungsszenarien untersucht wurden, folgt nun eine Auswertung der gefundenen Ergebnisse. Dazu muss der Vergleich auf zwei Ebenen durchgeführt werden. Zum einen wird die Verfolgungsintensität in den verschiedenen Wettbewerbsformen bzw. unter rein staatlicher das heißt behördlicher Verfolgung verglichen und zum anderen wer- den darauf aufbauend die Auswirkungen auf die Wohlfahrt analysiert. Damit können die Fragen beantwortet werden, ob die Korruption privat be- kämpft werden kann und – viel wichtiger – ob das wünschenswert ist. Zuerst werden die verschiedenen Wettbewerbssituationen mit der First-Best Lösung verglichen. Darauf folgend werden die verschiedenen Verfolgungsszenarien untereinander verglichen. Neben den beiden oben genannten Dimensionen wird im Oligopol und im voll- ständigen Wettbewerb noch relevant sein, wie sich diese beiden Dimensionen bei Änderungen der Anzahl der Wettbewerber entwickeln. Zum Schluss des Kapitels wird noch auf die exogenen Einflussfaktoren von δ, h und ε sowie λ eingegangen. Zunächst wird dabei auf allgemeine Verände- rungen des Belohnungs- und Schadensniveaus und des Erfolglosigkeitsindikators eingegangen. Danach wird noch untersucht wie die Ergebnisse sich ändern wenn sich, abhängig von der Wettbewerbsform, die Produktivitäten unterscheiden. 8.1 Die First-Best Lösung als Referenzpunkt Da die First-Best Lösung als Referenzpunkt dient, sollen zunächst die anderen Verfolgungsmöglichkeiten mit dieser verglichen werden. Daran kann man erkennen, ob die Verfolgung im Gegensatz zum Referenzpunkt zu hoch, zu niedrig oder opti- mal ausfällt. Entsprechend den Ergebnissen können Aussagen bezüglich der Wohlfahrt in den einzelnen Szenarien getroffen werden. Zunächst soll...

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