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Adleraug und Luchsenohr

Deutsche Zwillingsformeln und ihr Gebrauch

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Hans-Georg Müller

Was sind Zwillingsformeln? Wie werden sie verwendet? Was macht sie so beliebt? Ein Beispiel ist ‘Mann und Maus’. Man kann mit Mann und Maus untergehen, aber auch etwas angehen, eine Arbeit anpacken, eine Bastion verteidigen und beim Fußball mit Mann und Maus «hinten drinne stehen». Wie kommen solche Zwillingsformeln zustande, und gibt es Regeln oder Tendenzen, nach denen sie gebildet werden? Warum sagt man nicht umgekehrt ‘Maus und Mann’? All diesen Fragen wird hier nachgegangen und zwar bei etwa zweitausend Formeln, die der Autor sorgfältig gesammelt, tabellarisch geordnet, erläutert und wissenschaftlich analysiert hat. Diese Abhandlung ist nicht nur ein übersichtliches Nachschlagewerk und eine unterhaltsame Fundgrube, sondern schließt zugleich eine sprachwissenschaftliche Lücke.

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1 Was darf man von einem Werk über deutsche Zwillingsformeln erwarten und was nicht? 1

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1 Was darf man von einem Werk über deutsche Zwillings- formeln erwarten und was nicht? Es gibt meines Wissens kein spezifisches sprachwissenschaftliches Werk, das ausschließlich den sprachlichen Zwillingsformeln in der deutschen Sprache gewidmet ist. Im Internet findet man zwar die eine oder andere Aufzählung einiger Zwillingsformeln, aber mehr als eine Aufzählung ist das meist nicht. Es gibt auch eine Reihe von Werken über Redensarten und Phraseologismen, in denen Zwillingsformeln eine mehr oder weniger große Rolle spielen, und auch den einen oder anderen Aufsatz über Binomiale. Aber umfassende Analysen auf der Basis eines ausreichend großen Korpus fehlen'. Diese Lücke soll nun hiermit geschlossen werden. Außer einer Aufzählung müssen in einer Abhandlung über Zwillingsformeln meines Erachtens folgende Gesichtspunkte berücksichtigt werden: a. eine möglichst präzise Definition, b. eine Abgrenzung gegenüber ähnlichen sprachlichen Formen, c. die Einbettung in andere sprachliche Formen (Kontexte), d. ein ausreichend großes Korpus (hier: etwa 2000), e. formale Kriterien, denen sie (mehr oder weniger streng) gehorchen, f. die Arten der Bedeutung, g. Aussagen über die Bildung, das Zustandekommen, h. Angaben über die Quelle und Historie, sofern möglich, i. Anwendungen in der Rede, j. Beispiele in Texten, speziell in der Literatur, k. Regeln über die Erzeugung oder zumindest Tendenzen für ihre Bildung, 1. verwendete Wortarten und Konjunktoren, m. das Auftreten in anderen Sprachen; es sollte also ein Blick über den „deutschsprachigen Zaun" sollte nicht fehlen. All diesen Punkten soll, soweit möglich, Rechnung getragen werden....

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