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Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von multinationalen Unternehmen in China

Eine empirische Analyse der deutschen Automobil-, Chemie- und Elektronikindustrie

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Juliane Bielinski

Neben Produktion und Vertrieb führen Unternehmen mittlerweile auch höherwertige Tätigkeiten wie Forschung und Entwicklung in China durch. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Innovation in China aus Sicht deutscher Unternehmen der Automobil-, Chemie und Elektronikindustrie. Insgesamt 35 Unternehmen wurden im Jahr 2008 jeweils in Deutschland und China zu ihren F&E-Tätigkeiten in China befragt. Die Analyse zeigt, dass neben einfachen Adaptionstätigkeiten mittlerweile auch der Produktneuentwicklung sowie ersten Forschungsaktivitäten, zumeist in Kooperation mit chinesischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, eine zunehmend größere Bedeutung zukommt. Ebenso beginnen die Unternehmen bereits eigene Innovationen und Patente in China zu entwickeln.

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1 Einleitung 1

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.1 Hintergrund und Forschungsbedarf Seit einigen Jahrzehnten internationalisieren multinationale Unternehmen (MNU) ihre Produktion und Produktionssysteme mittels ausländischer Direktin- vestitionen (ADI). Seit Ende der 1980er Jahre ist zudem ein Trend zur Interna- tionalisierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (F&E) zu beobach- ten (Gerybadze et al. 1997). So ist weltweit ein deutlicher Anstieg der ausländi- schen F&E-Investitionen durch MNU zu verzeichnen (OECD 2008, UN 2005). Zur Erschließung neuer Märkte ist es nicht mehr ausreichend, dass international agierende Unternehmen nur im Zielmarkt produzieren. Vielmehr müssen sie, um auf Innovationsimpulse von Kunden, Zulieferern und der Forschung in den Ziel- ländern eingehen zu können, zunehmend auch vor Ort F&E betreiben. Nur so sind die Unternehmen in der Lage, auf die sich rasch ändernden Marktbedingun- gen unmittelbar reagieren zu können (Boutellier et al. 2008). Technologisches Wissen ist trotz Globalisierung und moderner Informations- und Kommunikati- onstechnologien (IKT) räumlich konzentriert (Florida 2005) und MNU richten in diesen wissensintensiven Regionen Niederlassungen ein, um Zugang zu neu- en Technologien und Wissen zu erlangen. So lokalisieren High-Tech Unterneh- men ihre Forschungseinrichtungen häufig in Hochtechnologieregionen wie dem Silicon Valley oder Cambridge (UK und MA), wo diese mit anderen wissensin- tensiven Unternehmen und Forschungsinstituten kollaborieren können. Von die- sen Investitionen versprechen sich die Unternehmen einen Zugewinn an Techno- logie und Produktivität am Heimatstandort (Barba Navaretti und Venables 2004: 45). Die Motive und Strategien der MNU für eine Internationalisierung der F&E wurden bereits in zahlreichen Forschungsarbeiten untersucht...

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