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Aktuelle Forschungsthemen der Sprechwissenschaft 2

Phonetik, Rhetorik und Sprechkunst

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Edited By Ursula Hirschfeld and Baldur Neuber

In der Publikation werden aktuelle wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der Phonetik, der Rhetorik und der Sprechkunst vorgestellt. Häufig handelt es sich zudem um transdisziplinäre Fragestellungen. Sie geben einen eindrucksvollen Einblick in die unterschiedlichen Facetten unserer Forschungswelt und reichen von Detailuntersuchungen im Bereich der artikulatorischen Phonetik bis hin zur Sprachentwicklungsforschung, und von der historischen Betrachtung des Rhetorikverständnisses bis zu den Perspektiven der sprechkünstlerischen Kommunikation. Ein erklärtes Ziel dieser Publikation ist es, interessante neue Untersuchungen junger Absolventen einer breiten Öffentlichkeit vorzulegen.

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Antje Giertler Potentielle Kriterien für die Beurteilung sprechkünstlerischer Leistungen in medienvermittelten Lesungen 71

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Potentielle Kriterien für die Beurteilung sprechkünstlerischer Leistungen in medienvermittelten Lesungen Antje Giertler, Halle 1 Vorwort Angesichts der Tatsache, dass in den letzten Jahren ein deutlicher Zuwachs sprechkünstlerischer Darbietungen auf CDs zu vermerken ist, kann auf ein ge- wachsenes Interesse der Rezipienten an dieser Form von Vortragskunst ge- schlossen werden. Nun gibt es eine Fülle von Angeboten unterschiedlichster Art, was Themenwahl, Aufbereitung und Sprecherqualitäten betrifft. Auf Buchmes- sen wurde hierzu vermehrt die Frage aufgegriffen: „Was macht ein gutes Hör- buch aus?" Kritiker äußerten sich meistens über inhaltliche Strukturen, die aus- schließlich den Text und nicht seine künstlerische Umsetzung betrafen. Nur va- ge wurden Aspekte sprecherischer Leistungen eingeschätzt. Es tat sich die Frage nach Beschreibungskriterien für die Qualität eines Hörbuches auf, in diesem Fall speziell für die Lesung, d. h. von einem Sprecher vorgetragene Literatur prosai- schen Charakters, die auf CD oder MC vorliegt (vgl. Arnheim 2001). Im Ver- gleich zu auditiv-visuellen Kunstformen fehlen bei der rein auditiv medienver- mittelten Vortragskunst Gestaltungsmittel wie optische Bilder, Mimik oder Ges- tik. Somit ist sie auf akustische Reize beschränkt, welche in der Phantasie der Hörer eine individuelle Rezeption ermöglichen. Wie lässt sich ein gewonnener Eindruck in Worte fassen und welche „sprech- künstlerischen Leistungen" finden bereits beim ersten Hören Beachtung bzw. welche Bedeutung haben sie für das Gesamturteil? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Interesses der vorliegenden Untersuchung (vgl. Giertler 2002). Des Weiteren könnte...

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