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Die westliche Finanzkrise

Islamic Financing – Islamic Banking- Ein möglicher Ausweg?

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Elisabeth Simader

Der Islam fußt auf der arabischen Kaufmannskultur, aber Allah hat im 7. Jahrhundert n. Chr. bestimmt, was verboten ist. Die islamischen Handelsgeschäfte in Medina waren vorbildlich. Da knüpft Islamic Banking an. Man darf nicht Geld mit Geld machen. Zertifikate- und Derivatehandel sind verboten, die Zockerei ebenfalls. Investiert wird in reale Projekte und das bedeutet Nachhaltigkeit, geteiltes Risiko und gemeinsame Haftung. Was können also westliche Banker von der Scharia lernen? Müssen wir unser Weltbild vom radikalen, rückständigen Islam revidieren? Gibt es bald islamische Eurobonds? Das Buch bietet einen Streifzug durch den Irrgarten der Macht des Geldes in Begleitung der internationalen Politik, eine anschauliche Darstellung von Verträgen des islamischen Bankwesens, säkulare Erkenntnisse und islamische Visionen.

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Editorial

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Bei der vorliegenden Publikation handelt es sich um die erweiterte Fassung einer Seminararbeit, die im Rahmen des rechts- und wirtschaftshistorischen Dissertan- tenseminars im Sommersemester 2012 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg entstanden ist. Aufgrund der Brisanz und der Aktualität des Themas wurde diese Abhandlung in die Reihe „Wissenschaft und Religion“ aufgenommen. Welches Interesse die westliche Finanzkrise – diese bildet den ersten Teil der Ausführungen von Frau Mag. Elisabeth Simader – derzeit findet, zeigt sich an der Ausstrahlung der Fernsehdokumentation „Goldman Sachs – Die Bank, die die Welt dirigiert!“, die vom ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco“ am 30. August 2012 in ORF 2 (22.30 Uhr) präsentiert und vom Sender ARTE am 4. September 2012 (20.15 Uhr) in längerer Fassung gezeigt wurde. In dieser Dokumentation machten britische, amerikanische und französische Journalisten einen der „Hauptprofiteure der Finanzmarktturbulenzen“ ausfindig: Es ist dies die US-In- vestmentbank Goldman Sachs. Dieser Konzern verfolgt mit seinen rund 30.000 Angestellten und mit einem „Spielkapital“ von rund 700 Milliarden Euro nur ein einziges Ziel, nämlich möglichst großen Gewinn zu erwirtschaften. Dabei schreckt man auch vor zweifelhaften Mitteln nicht zurück, so der Spekulation gegen die eigene Kundschaft oder der Hilfe bei der „Schönung von Bilanzen“, wie diese beim EU-Beitritt Griechenlands erfolgt ist. Dass solche Dinge nicht durch die Politik und Gesetzgebung abgestellt werden, hat mit dem internationalen Netzwerk dieses US-Investmenthauses zu tun, mit dessen Hilfe verhindert wird, dass das internationale Finanzwesen einer schärferen und wirksameren Kontrolle unterworfen wird. Frau Simader stellt anhand vieler...

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