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Vom Umgang mit der Leiche im 19. Jahrhundert

Der Fall der Giftmörderin Christiane Ruthardt und die Tübinger Anatomie

Gunver Werringloer

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den besonderen Geschehnissen beim Transport der Leiche einer jungen Giftmörderin namens Christiane Ruthardt in die Tübinger Anatomie. Sie war am 27. Juni 1845 wegen Gattenmords in Stuttgart auf der Feuerbacher Heide öffentlich durch das Schwert hingerichtet worden. Bei der Überstellung ihres Leichnams an das anatomische Institut kam es zu groben Übergriffen und Misshandlungen ihrer Leiche. Ziel der Untersuchung ist es, neben der Betrachtung der menschlichen und juristischen Konsequenzen – insbesondere hinsichtlich der Todesstrafe – den unterschiedlichen Motiven und Hintergründen für die Tat auf den Grund zu gehen und die Auswirkungen des Falles auf die Tübinger Anatomie genau zu rekonstruieren. Diese Untersuchung stützt sich auf die Auswertung der gedruckten und der ungedruckten Quellen zum Fall. Als wichtigste gedruckte Quellengruppe ist die zeitgenössische Presse unter Einbeziehung ihrer Sonderausgaben zu nennen. Für diese Untersuchung von entscheidender Bedeutung war jedoch die Auswertung der ungedruckten Originalquellen des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, des Staatsarchivs Ludwigsburg und des Universitätsarchivs Tübingen. Die hier archivierten Akten erwiesen sich als besonders aufschlussreich.

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Danksagung

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Besonders möchte ich mich bei meinem Doktorvater Prof. Dr. Albrecht Hirschmüller bedanken, der mich mit dem Thema herausforderte. Ich konnte immer mit seinem freundlichen wohlwollenden Interesse, seiner Begeisterung für meine Entdeckungen und seiner Unterstützung rechnen. Ich möchte mich bei meinen Eltern – Dr. med. Margarete Werringloer und Prof. Dr. med. Jürgen Werringloer – bedanken, für viel mehr, als ich an dieser Stelle schreiben könnte. Ein großer Dank geht an Dr. Petra Pechaček für ihre Sütterlin-Schrift-Nachhilfe und ihre Bereitschaft mir beratend zur Seite zu stehen. Sie ist eine Freundin wie sie im Buche steht. Frau Astrid Pitzler, die mit ihrer menschlichen Stärke und Zuneigung nie verfehlt, mich daran zu erinnern, was das Leben ausmacht und meine Ziele im Auge zu behalten. Diese Arbeit ist auch für Stephan Werringloer, der mich die „Ehrfurcht vor dem Leben“ und die Menschlichkeit lehrte und mich beständig daran erinnert, Geduld und Nach- sicht zu üben. Für Dr. med. Richard Werringloer, der mir die Kunst der Kommunikation vorlebt und immer ein Freigeist bleiben wird. Ihm danke ich ebenfalls besonders für die Freiheit, die ich im Praxisalltag genossen habe, um diese Arbeit abzuschließen. Kein Tag wird vergehen an dem ich nicht mit großer Liebe und Dankbarbkeit an Tina Mück denke. Ich danke ihr für die liebevolle Unterstützung, die ich seit unserem ersten Kennenlernen in Garissa, Kenia 2011, von ihr erfahren durfte. Mein Dank gilt Rosemarie Kullik, Imke Held...

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