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Text – Bild – Hypertext

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Ewa Zebrowska

Die Arbeit beschreibt Hypertexte aus textlinguistischer Perspektive vor einem breit angelegten theoretischen Hintergrund neuerer und neuester Forschung auf diesem Gebiet. Mit Hilfe der dabei herausgearbeiteten Kategorien wird die textlinguistische Spezifik von Hypertexten beschrieben und diskutiert. Es wird aufgezeigt, dass sich in den letzten Jahren der Einfluss neuer Technologien und Medien auf die Raum- und Zeitstrukturen von Texten überhaupt rasant verstärkt hat. Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Untersuchung der Präsenz von Bildern in der computervermittelten Kommunikation sowie dem Layout und dem Design geschenkt. Hypertexte erweisen sich auf ihrer Ausdrucksebene so letztlich als computergestützte Kommunikationsangebote.

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Einleitung

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Einstieg in die Problematik Die linguistische Konzeptualisierung von Sprache, tief in der Tradition dieser Disziplin verwurzelt, lässt monomediale und -modale Kommunikation als ,Normalfall‘ zu. Die gesellschaftliche Kommunikationspraxis zeigt jedoch, dass sprachliche Ausdrücke auf ihrer wahrnehmbaren Ebene prinzipiell als multime- diale und -modale Kommunikation zu verstehen sind. Ich möchte das vorliegen- de Buch mit zwei Feststellungen eröffnen, die auch für die Herausgeber des Jahrbuchs 2009 des Instituts für Deutsche Sprache (Deppermann/ Linke 2010: VII) den Ausgangspunkt der Überlegungen bildeten. Sprachliche Äußerungen kommen in medial und materiell gebundenen Erscheinungsformen vor sowie im Verhältnis mit anderen Modalitäten der Kommunikation (Mimik, Gestik, Bild, Geräusch, Ton u.a.). An die Stelle der amedialen Auffassung von Sprache tritt die Konzeption der Intermedialität von sprachlichen Äußerungen, also der in- termedialen Relationierung sprachlicher Phänomene. Die Relevanz der Materia- lität, also der Oberfläche sprachlicher Phänomene, rückt somit ins Zentrum des Interesses (vgl. Krämer/ König 2002; Linke/ Feilke 2009). Zu einem wichtigen Anliegen der Forschung wird die Erkenntnis, dass sprachliche Ausdrücke kraft ihrer materiellen und medialen Einbettung auch ästhetische und affektive Quali- täten aufweisen. Ausschließlich geschriebene Texte kommen immer seltener in ihrer reinen Form vor, wenn aber, dann beschränkt sich dies auf bestimmte Textsorten oder Kommunikationsformen. Visuelle Elemente, Design, Gestal- tung, Bilder spielen eine immer größere Rolle. Immer häufiger haben wir es auch mit Text-Bild-Verbindungen (-Komplexen, -Konglomeraten, -Gefügen) zu tun, die in der vorliegenden Arbeit...

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