Show Less

Text – Bild – Hypertext

Series:

Ewa Zebrowska

Die Arbeit beschreibt Hypertexte aus textlinguistischer Perspektive vor einem breit angelegten theoretischen Hintergrund neuerer und neuester Forschung auf diesem Gebiet. Mit Hilfe der dabei herausgearbeiteten Kategorien wird die textlinguistische Spezifik von Hypertexten beschrieben und diskutiert. Es wird aufgezeigt, dass sich in den letzten Jahren der Einfluss neuer Technologien und Medien auf die Raum- und Zeitstrukturen von Texten überhaupt rasant verstärkt hat. Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Untersuchung der Präsenz von Bildern in der computervermittelten Kommunikation sowie dem Layout und dem Design geschenkt. Hypertexte erweisen sich auf ihrer Ausdrucksebene so letztlich als computergestützte Kommunikationsangebote.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

3. Medialität menschlicher Kommunikation

Extract

3.1. Kulturelle Einbettung Lesen, Textverstehen und zusammenhängendes Schreiben gehören zu den grundlegenden Kulturtechniken – man könnte hinzufügen: aus der Sicht eines Linguisten. In einer modernen Schriftgesellschaft aufzuwachsen und literal zu werden, ist nicht mit der Erlernung einer bestimmten Technik gleichzusetzen, sondern zu (…) einer literalen Tradition zu gehören bedeutet, in den symbolischen Raum einer Kultur hineinzuwachsen. (…) Literalität ist zu einem universalen kulturellen Zu- sammenhang geworden, der die Gesamtheit unserer metasprachlichen Diskurse kon- figuriert. Was wir Schrift und Schreiben nennen, steht für die Realität eines symbo- lischen Raums, eines literalen Diskursuniversums, welches sich schwer von der ma- teriellen Realität moderner Gesellschaften unterscheiden lässt. (Brockmeier 2004: 282) Diese Realität ändert sich, hängt auch mit der zivilisatorischen Entwicklung zu- sammen. Die sozio-historischen, kulturellen und material-medialen Szenarien, in denen sich sprachliche Äußerungen und Kommunikation realisieren, gehörten L. Jäger (2009: 219) zufolge lange Zeit zu einer Peripherie in der Linguistik. Vor dem Hintergrund einer sich vollziehenden medialen Revolution gewinnt die Re- flexion über den Text und die Schrift einerseits eine medial-konzeptionelle, an- dererseits eine kulturgeschichtliche Dimension. Das Interesse an den Medien verursachte auch die Hinwendung zur Materialität der Kommunikation. Das 20. Jahrhundert betrachtet U. Schmitz (2004: 28) als entscheidend in dem Sinne, dass die „Materialität der Kommunikation“ technisiert wird. Das Medium tritt in erster Linie als eine Medientechnik ins Blickfeld (vgl. Koch/ Krämer 1997: 16). Die heutige (Text-)Linguistik tut angesichts der medialen Entwicklungen gut daran, medienbewusst zu sein,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.