Show Less

Text – Bild – Hypertext

Series:

Ewa Zebrowska

Die Arbeit beschreibt Hypertexte aus textlinguistischer Perspektive vor einem breit angelegten theoretischen Hintergrund neuerer und neuester Forschung auf diesem Gebiet. Mit Hilfe der dabei herausgearbeiteten Kategorien wird die textlinguistische Spezifik von Hypertexten beschrieben und diskutiert. Es wird aufgezeigt, dass sich in den letzten Jahren der Einfluss neuer Technologien und Medien auf die Raum- und Zeitstrukturen von Texten überhaupt rasant verstärkt hat. Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Untersuchung der Präsenz von Bildern in der computervermittelten Kommunikation sowie dem Layout und dem Design geschenkt. Hypertexte erweisen sich auf ihrer Ausdrucksebene so letztlich als computergestützte Kommunikationsangebote.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

4. Computergestützte Hypertextualität

Extract

4.1. Technologische Grundlagen Computervermittelte Kommunikation ist eine multimediale, zugleich multimo- dale und multikodale Kommunikation. Sie ist multimedial, da der Computer verschiedene Medien integriert, sie ist multimodal, da hier – E. Dölling (1998: 160) zufolge – unterschiedliche Sinnesmodalitäten einbezogen werden, und sie ist multikodal, da verschiedene Codierungsformen verwendet werden. Es integ- rieren sich die „schriftlichen, oralen und audiovisuellen Spielarten der menschli- chen Kommunikation in dasselbe System“ (Castells 2003: 376). Die digitale Darstellung gibt allen technisch vermittelten Zeichenarten eine gemeinsame technische Grundlage, was einen Weg zur Bild-Text-Integration eröffnet, so U. Schmitz (2003a: 249). Der Computer als Medium ist über den Binärcode in der Lage, alle Arten von digitalen bzw. digitalisierten Daten (Bil- der, Töne, sprachliche Zeichen, Animationen) zu verarbeiten, also fast alle Zei- chensysteme traditioneller Medien zu re-prozessieren. Die elektronische Daten- verarbeitung steht mit einer modus-unabhängigen (digitalen) Notationsweise in Verbindung (Schmitz 2004: 84). Alle Zeichen, und zwar sprachliche und auch nicht-sprachliche, z.B. Bilder, Töne, Kurzfilme, können auf der gleichen techni- schen Grundlage und maschinenintern in der gleichen Notation, nämlich einer binären Universalschrift dargestellt werden. J. Bittner (2003: 290) nennt dies „Syntheseleistung“ des Computers. Dieser selbst ist ein Digitalmedium, und als solches kann er sogar als „Universalmedium“ bezeichnet werden. Der Computer arbeitet mit operativen Schriften, die als disjunkte, endlich differenzierte Sym- bolschemata auftreten, in denen Syntax und Semantik über eine kalkülisierte Struktur getrennt sind, und deshalb lassen sich die Zeichen nach rein syntakti- schen Regeln manipulieren. Mithilfe des Binäralphabets, anders gesagt der Uni-...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.