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Text – Bild – Hypertext

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Ewa Zebrowska

Die Arbeit beschreibt Hypertexte aus textlinguistischer Perspektive vor einem breit angelegten theoretischen Hintergrund neuerer und neuester Forschung auf diesem Gebiet. Mit Hilfe der dabei herausgearbeiteten Kategorien wird die textlinguistische Spezifik von Hypertexten beschrieben und diskutiert. Es wird aufgezeigt, dass sich in den letzten Jahren der Einfluss neuer Technologien und Medien auf die Raum- und Zeitstrukturen von Texten überhaupt rasant verstärkt hat. Besondere Aufmerksamkeit wird in dieser Untersuchung der Präsenz von Bildern in der computervermittelten Kommunikation sowie dem Layout und dem Design geschenkt. Hypertexte erweisen sich auf ihrer Ausdrucksebene so letztlich als computergestützte Kommunikationsangebote.

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5. Beschreibungsdimensionen von Hypertexten

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5.1. Rezeptionsweg Die Beschäftigung mit Hypertexten veranlasst dazu, eine alte Vorstellung, die für lineare Texte gilt, zu modifizieren. Es geht nämlich um die Verkettung von Sätzen zu Abschnitten und dann von Abschnitten zu einem Text/zu Texten. Stattdessen sollten wir verschiedene Dimensionen der Textverflechtung und der Textarchitek- tur annehmen, die auch die Rezeption wesentlich beeinflusst (vgl. Rehm 2005: 120). In der Rezeption von Hypertexten unterscheidet H. J. Bucher (2007: 61) zwei Ebenen: die Inhaltsebene und die operationale Ebene. Auf der ersten wird das Wissen/die Information verfügbar gemacht, so dass man dann den Sinn er- schließen kann; die zweite Ebene bietet Zugänge zu diesem Wissensangebot an. An anderer Stelle nennt der Autor (Bucher 2011: 140) ebenfalls zwei Ebenen: diesmal aber eine der Identifizierung und Gruppierung bedeutungstragender Elemente (Selektionsproblem) sowie eine der Kohärenz und der Erschließungs- pfade (Dynamik des Erschließungsprozesses). H. J. Bucher (2007: 68) zufolge kann die Rezeption als das sogenannte Fla- nieren (Activity Mode) verlaufen, d.h. wenn die Nutzer keinem bestimmten Aufmerksamkeitsmuster folgen, sondern zerstreut und nicht zielgerichtet recher- chieren, und wenn sie durch optisch auffallende Elemente leicht gesteuert und „verführt“ werden. Goal Mode entspricht dagegen einer intendierten Rezepti- onshaltung, wo der Anwender genau weiß, wonach er sucht und zu rezipierende Elemente selektiv auswählt. Die Seite eines Online-Angebots hat keine Bedeu- tung an sich, sondern die Bedeutung wird ihr von den Nutzern erst zugeschrie- ben, und zwar sequenziell. Das Design wird auch intentional eingesetzt und dann entschlüsselt, indem...

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