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Medien der Auferstehung

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Helga Finter

Welchen Einfluss hat das Denken der Auferstehung seit der Renaissance auf die Medienkultur Europas und inwiefern prägen die oft kontroversen Konzeptionen der Religionen wie auch ihre Aporien noch heute Medien und Künste? Welche Auswirkungen haben sie auf unser Verständnis von Sprache, Repräsentation, Subjekt, Körper und Medium? Medien der Auferstehung versammelt Antworten zur Aktualität des Auferstehungsbegriffes aus den Bereichen Text-, Theater-, Tanz-, Medien-, Film-, Musik- und Kunstwissenschaft, Philosophie und Anthropologie sowie der Theater- und Musikpraxis.

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I. Medien der AuferstehungRituale, Riten und geistliche Spiele

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I. Medien der Auferstehung: Rituale, Riten und geistliche Spiele 15 Medien der Auferstehung Uwe Wirth Die Auferstehung, von der im Neuen Testament berichtet wird, ist ein spektakulä- res, ja ein skandalöses Ereignis: ein Ereignis, das eine Religion begründet hat. Dass dieses Ereignis für Theologen von Interesse ist: keine Frage – aber warum sollten sich Literatur-, Kultur- und TheaterwissenschaftlerInnen dafür interessieren? Mein Interesse an diesem Thema wurde dadurch geweckt, dass die Auferstehung – gera- de weil sie niemals den Charakter eines Skandalons verloren hat – zu einem Prob- lemfall für all jene poetischen und performativen Konzepte geworden ist, die es im weitesten Sinne mit Fragen der Verkörperung von Ideen, aber auch mit Fragen der Verwandlung von Verkörperungsmöglichkeiten zu tun haben. Verkörpern und Verwandeln: das sind zwei Operationen, die zugleich im Zentrum jeder Medientheorie stehen. Medien können dabei zunächst einmal ganz schlicht als Werkzeuge der Vermittlung von Botschaften verstanden werden. Vermittlung heißt hier zum einen die Übertragung von Botschaften, zum anderen: die Verkörperung von Botschaften, damit diese überhaupt übertragbar werden. Mit dem Begriff der Übertra- gung kommt – wie Régis Debray im Rahmen seines mediologischen Ansatzes be- tont – die Vorstellung eines „Dazwischen“1 ins Spiel, das durch das Medium als ver- mittelnde Mitte überbrückt, überwunden wird: Sei es ein räumliches Dazwischen, das durch einen Träger, etwa einen Briefträger, überwunden werden muss, damit eine Botschaft übertragen werden kann;2 sei es ein zeitliches Dazwischen, das durch Spei- cher-,...

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