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Das Recht der digitalen Filmverwertung

Recht, Ökonomie, Technik und Wettbewerb von On-Demand-Portalen und Online-Plattformen mit einer rechtsvergleichenden Betrachtung des deutschen und österreichischen Datenbankrechts

Moritz Stegmann

Neue Angebote, neue Herausforderungen und Chancen für Urheber und Verwerter. Die Verwertung von Filmen befindet sich im Wandel. Technische Innovationen und neue Geschäftsmodelle führen zu nachhaltigen Veränderungen der Filmdistribution, bislang ist jedoch die Literatur nur in Ausschnitten und Einzelfragen auf diese Entwicklung eingegangen. Ziel der Untersuchung ist eine interdisziplinäre Gesamtdarstellung der digitalen Filmverwertung für bestehende und neue Marktteilnehmer von On-Demand-Portalen und Online-Plattformen. Neben Grundlagen zur Einordnung der digitalen Filmverwertung befasst sich die Arbeit im Schwerpunkt mit rechtlichen Rahmenbedingungen und der Frage nach eigenen Rechten von Verwertern im Bereich der digitalen Filmverwertung. Ökonomie, Wettbewerb und rechtliche Spannungsfelder zum Wettbewerbs- und Kartellrecht runden den Gesamtüberblick ab.

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Einleitung

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Die Verwertung von audiovisuellen Inhalten und die gesamte Medienlandschaft befinden sich durch die digitale Technologie seit mehreren Jahren in einer Neu- ordnung und in einem Strukturwandel. Von Branchenvertretern, aber auch von der deutschen Regierung und beteiligter Juristen wird der Begriff „digitale Re- volution“ verwendet1. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Soviel ist jetzt aber bereits sicher, die Entwicklung speziell der Filmwirtschaft wird ein stetiger Prozess sein. Der groß proklamierte Umbruch und Wandel der Medien- landschaft ist isoliert betrachtet ein konsequenter Fortschritt bei der Entstehung neuer Vertriebswege und Angebote im Filmbereich. Mit der bloßen Bezeich- nung „digitale Revolution“ ist niemandem geholfen, insbesondere nicht den Filmschaffenden, die für die Schaffung audiovisueller Inhalte sorgen. Nur inno- vative Lösungsansätze und Antworten auf diese Entwicklung können allen Be- teiligten helfen. Ausgelöst durch technische Innovationen und deren Möglichkeiten, verän- derten Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten und neuen Geschäftsmodellen vollziehen sich diese Prozesse des Medienkonsums als Zwischenschritt hin zu einem vielfältigen Markt, der sich in der Tendenz mehr und mehr auf unkörper- liche – also digitale – Nutzungs- und Verwertungsangebote ausrichten wird. Diese Entwicklung wird seit geraumer Zeit auch unter dem Begriff der Konver- genz der Medien, eine Umschreibung für den Prozess des Zusammenwachsens, diskutiert und beschrieben2. Die beteiligten Verwerter haben diese Entwicklung erkannt, viele waren aber bislang unfähig, die entsprechenden Antworten zu lie- fern, weil sie an traditionellen Geschäfts- und Verwertungsmodellen festhalten. Aber auch gesellschaftliche Veränderungen sind nötig. Die Endkonsumenten müssen sich...

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