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Familienmediation bei Trennung / Scheidung von Eltern

Ein Kann, ein Soll, ein Muss?

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Angelika Peschke

Trennung und Scheidung der Eltern gehören inzwischen zur Lebenswirklichkeit vieler Kinder. Ausgehend von den Erkenntnissen der Scheidungsforschung wird dargestellt, dass es dem Recht oft nicht gelingt, das für das Kind Beste zu erreichen. Mediation ist eine hilfreiche Alternative. Trennungspaare sind aber häufig in einem sich selbst hemmenden System gefangen, das ihnen die freiwillige Entscheidung zur Mediation unmöglich macht. Deshalb werden verschiedene Anknüpfungspunkte für eine Verpflichtung zum Mediationsversuch auf ihre verfassungsrechtliche Zulässigkeit geprüft und ihre konkrete Implementierung im FamFG vorgeschlagen. Ergänzend werden die Entwicklungen durch das Mediationsgesetz einbezogen und weiterer Handlungsbedarf (z. B. in Form von Mediationskostenhilfe) aufgezeigt.

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Inhaltsverzeichnis

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A. Einleitung ................................................................................................... 13 B. Hauptteil ..................................................................................................... 19 I. Tatsächliche, psychische und rechtliche Situation von Trennungskindern ............................................................................ 19 1. Die Lebenssituation von Kindern während und nach der Trennung der Eltern – Erkenntnisse der Scheidungsforschung – 19 a) Theorien und Modelle im Wandel ................................................. 21 b) Trennung und Scheidung als Krise der Familie ............................. 23 c) Die Trennung der Eltern im Erleben der Kinder ............................ 24 d) Folgen der Trennung / Scheidung .................................................... 26 e) Protektive und belastende Faktoren ............................................... 31 f) Die besonderen Potentiale und Schwierigkeiten des Umgangs ...... 33 g) Resümee und Überleitung .............................................................. 38 2. Geschichtlicher Abriss der Regelungen zum Sorgerecht seit Inkrafttreten des BGB und Gewichtung von Elternautonomie und Schutzanspruch des Kindes ........................................................ 42 a) Regelungen bei Ehe der Eltern ....................................................... 42 aa) 1900 – 1977: Sorgerecht des „Unschuldigen“ .......................... 42 bb) 1977 – 1998: Alleinsorgerecht und Bindungstheorie (Einschränkung seit 1982!) ..................................................... 43 cc) Seit 1998: Gemeinsame Sorge als gesetzestechnischer Regelfall und Einfluss der systemischen Familientheorie ....... 46 b) Regelungen bei nicht miteinander verheirateten Eltern ................. 47 c) Tendenz: Rückzug des Staates zugunsten der Elternautonomie .... 49 3. Die Rechtliche Situation von Trennungskindern heute ..................... 50 a) Die gemeinsame Sorge nach der Scheidung als faktischer und gesetzestechnischer Regelfall ................................................. 50 b) Wie viel Elternautonomie „verkraften“ Eltern und Kinder? – Kritische Stellungnahmen im Vorfeld der Kindschaftsrechtsreform – ....................................................... 51 8 c) Flankierende Regelungen zur gemeinsamen elterlichen Sorge: Chancen, Grenzen und Erfahrungen .............................................. 55 aa) Pflichtangaben des Scheidungsantrags und Beratungshinweise ................................................................... 56 bb) Regelungen zu Inhalt und Ausübung der elterlichen Sorge, §§ 1626, 1627, 1687, 1628 und § 1629 Abs. 2 S. 2 BGB ........... 58 cc) Das Umgangsrecht, § 1684 BGB ............................................. 62 dd) Erg...

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