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Probleme und Perspektiven sprechwissenschaftlicher Arbeit

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Edited By Ursula Hirschfeld and Lutz Christian Anders

Die Sprechwissenschaft entwickelt für das sprachlich-sprecherische Handeln von Menschen eine fachspezifische Problemsicht und eigenständige Lösungsansätze, die zugleich immer interdisziplinär geprägt sind. Ihre Arbeitsbereiche sind breit gefächert, sie reichen von klinischen Diagnose- und Therapieverfahren über rhetorische und sprechkünstlerische Fragestellungen bis zu normphonetischen Gegenständen und zur Sprachsynthese. Die hier zusammengestellten Publikationsfassungen von Vorträgen, die zu Ehrenkolloquien für Frau Prof. Dr. Eva-Maria Krech und Herrn Prof. Dr. Eberhard Stock gehalten wurden, und weitere Studien zu aktuellen Forschungsarbeiten, beinhalten grundsätzliche Überlegungen zur Positionsbestimmung und zu den Perspektiven einzelner sprechwissenschaftlicher Teildisziplinen. Sie zeigen die engen Zusammenhänge und Berührungspunkte der sprechwissenschaftlichen Teilbereiche und verschiedener benachbarter Wissenschaftsdiziplinen.

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Ursula Hirschfeld, Rüdiger Hoffmann Standardaussprache per Sprachsynthese? 135

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Standardaussprache per Sprachsynthese? Ursula Hirschfeld, Halle / Rüdiger Hoffmann, Dresden 1 Problemskizze Am Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik der Universität Halle wird ge- genwärtig ein neues Aussprachewörterbuch für das Deutsche erarbeitet. Dabei ist ein „Sprechendes Wörterbuch" (CD-ROM) geplant, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Akustik und Sprachkommunikation der Technischen Uni- versität Dresden entwickelt wird. Ein „Sprechendes Wörterbuch" ist eine not- wendige und von den Nutzern erwartete Ergänzung zum herkömmlichen Aus- sprachewörterbuch, weil es den Zugang zur deutschen Standardaussprache er- leichtern und einprägbare Klangmuster vermitteln kann. Transkription in ge- sprochene Sprache umzusetzen, ist für manche, darin ungeübte Nutzer schwie- rig. Die in Aussprachewörterbüchern verwendete internationale Transkription ist zudem, da sie übersichtlich bleiben soll, nicht detailliert genug, um alle Aus- sprachemerkmale genau zu erfassen. So wird z.B. für die verschiedenen, teilwei- se koartikulatorisch bedingten konsonantischen R-Varianten des Deutschen nur ein Zeichen verwendet; für die Akzentuierung wird nur die Akzentstelle angege- ben, nicht aber die Mittel, mit denen Silben hervorgehoben werden usw. Wie die Buchpublikation soll die CD-ROM vor allem folgende Adressatenkreise ansprechen: alle nativen Sprecher, die beruflich die Standardaussprache nutzen (insbesondere Mediensprecher, Führungskräfte in Politik und Wirtschaft, Schauspieler, Sänger) und ein verlässliches realitätsnahes Nachschlagewerk benötigen; alle Lehrenden und Lernenden im Bereich Deutsch als Fremdsprache; alle an orthoepischen Fragen und Problemen der Sprachkultur interessierten Sprachbenutzer, die in der Standardaussprache eine wirkungsvolle, in allen Sprachlandschaften uneingeschränkt...

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