Show Less

Die Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen auf das GmbH-Strafrecht

Series:

Philipp Schäuble

Das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) hat das GmbH-Recht grundlegend reformiert. Welche Auswirkungen aber hat die zivilrechtliche Reform auf das GmbH-Strafrecht? Die Arbeit befasst sich mit dieser Frage aufgrund folgender zivilrechtlicher Änderungen durch das MoMiG: Die Normierung der verdeckten Sacheinlage und das Hin- und Herzahlen der Einlage, der Ausschluss vom Geschäftsführeramt, das Kapitalerhaltungsrecht und der Eigenkapitalersatz, die Insolvenzverschleppung und die Unternehmergesellschaft. Im Rahmen der Untersuchung zeigt sich, dass «vor die Klammer gezogene Ergebnisse» kaum möglich sind. Die strafrechtlichen Folgen der sogenannten Jahrhundertreform sind viel mehr gesondert für jede zivilrechtliche Änderung festzustellen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

F. Unternehmergesellschaft, § 5a GmbHG

Extract

I. Einleitung Seit Inkrafttreten des MoMiG ist die Gründung der sog. UG möglich. Die UG ist eine GmbH mit einem Stammkapital von weniger als EUR 25.000, das Mindest- stammkapital der UG muss lediglich einen Euro betragen.859 Grundsätzlich gel- ten für die UG die Vorschriften des GmbHG. § 5a GmbHG normiert einige (zivil- rechtlichen) Sondervorschriften für die UG, welche vornehmlich dem Umstand Rechnung tragen, dass die UG ein geringeres Stammkapital als die GmbH hat. Die Rechtsform der UG ermöglicht den Gesellschaftern eine Haftungsbe- schränkung auf das Gesellschaftsvermögen, ohne dass diese ein Stammkapital in Höhe von EUR 25.000 sozusagen „als Eintrittspreis“ aufbringen müssen.860 Als Rechtsform richtet sich die UG insbesondere an Existenzgründer, denen die Verfolgung ihrer unternehmerischen Ziele erleichtert werden soll.861 Zugleich beabsichtigte der Gesetzgeber durch die Schaffung der UG die Verbreitung der Limited im deutschen Rechtsraum einzuschränken. Die Limited war für Klein- oder Kleinstgewerbetreibende insbesondere aufgrund des fehlenden Erfordernis- ses eines Stammkapitals attraktiv. 1. Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens Erstmals enthielt der Regierungsentwurf einen Vorschlag zur Schaffung einer UG, der auch weitgehend unverändert Gesetz wurde.862 Abweichend vom Regie- rungsentwurf darf allerdings die bei der UG zu bildende Rücklage auch zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags sowie eines Verlustvortrags verwendet wer- den, § 5a III S. 2 Nr. 2, Nr.3 GmbHG.863 859 H.P. Westermann, in: Scholz, MoMiG, § 5a Rn. 7; Lutter, in: Lutter/Hommelhoff, § 5a Rn. 4; Miras, in: Michalski, § 5a Rn. 4; BT-Drucks. 16/6140, S. 31 spricht von der GmbH in der Va-...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.