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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 1

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Andrea Benedek, Renata Alice Crisan and Szabolcs János

Der Band vereint die Beiträge der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Der im Zeichen der Interdisziplinarität gestaltete Band beinhaltet sowohl Studien zu Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft, Presseforschung als auch Beiträge zu den deutschen Regionalliteraturen und zur Rezeptionsgeschichte der deutschen Literatur im nichtdeutschsprachigen Raum.

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Die Darstellung der Interkulturalität des Bürgertums um die Jahrhundertwende. Éva Kalocsai-Varga (Eger)

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176 Zsuzsa Bognár vanys zusammenhängen. Er musste schon wissen, die offene Lobpreisung der deutschen – d. h. eigenen – Verdienste in der kulturellen Entwicklung Ungarns stand der Mentalität der Redaktion fern. Der zweite Unterschied zwischen der ungarischen und deutschen Fassung besteht in der Korrektion der offiziellen volksnationalen Ästhetik, wenn dabei die Gültigkeit von deren Grundprinzipien, von dem der Originalität und Indivi- dualität auf die ungarische Dichtung – wieder unter Berufung auf die deutsche Wirkung – widerlegt wird. Auf Grund der ungarischen Fassung kann zusammenfassend festgestellt werden, dass Hatvany durch den Essay einen Zweifrontenkrieg kämpft. Er kämpft für die Wiedergewinnung der Sympathie des Auslandes, welche das ar- me, unterdrückte Ungarn bis 1848 besaß, der Ungarn des Ausgleichs durch sei- nen Hochmut jedoch verloren hat25; gleichzeitig kämpft Hatvany auch gegen die nationalistischen und konservativen Gegner des Nyugat, mit Jen� Rákosi und der Geistigkeit des Budapesti Hírlap, und den akademischen Vertretern der volksnationalen Ästhetik. Schließlich und endlich kämpft er in dem – ursprüng- lich für eine deutsche Zeitschrift bedachten – Essay für ein modernisiertes Un- garn. 25 Das gleich Ziel verfolgt er mit seiner monumentalen, teils fiktionalen Kulturgeschichte Das Verwundete Land, erschienen in Wien 1921. Die Darstellung der Interkulturalität des Bürgertums um die Jahrhundertwende Éva Kalocsai-Varga (Eger) Einführung Wir können die Erörterung des im Titel angedeuteten Themas nicht in Angriff nehmen ohne die drei Schlüsselbegriffe zu definieren, auch dann nicht, wenn im Zentrum der vorliegenden...

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