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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 1

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Andrea Benedek, Renata Alice Crisan and Szabolcs János

Der Band vereint die Beiträge der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Der im Zeichen der Interdisziplinarität gestaltete Band beinhaltet sowohl Studien zu Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft, Presseforschung als auch Beiträge zu den deutschen Regionalliteraturen und zur Rezeptionsgeschichte der deutschen Literatur im nichtdeutschsprachigen Raum.

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Rezeption und Transfer von Robert Musils Mann ohne Eigenschaften im hispanoamerikanischen Kulturraum. Gerardo Álvarez (Mexico-City)

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Rezeption und Transfer von Robert Musils Mann ohne Eigenschaften im hispanoamerikanischen Kulturraum Gerardo Álvarez (Mexico-City) Was Wunder also, wenn den besten Werken in ihrer Art, und in einer sehr guten Art, oft so übel mitgespielt wird? Was Wunder, wenn die Leute in einem Buche finden was gar nicht drin ist, oder Ärgernis an Dingen nehmen, die, gleich einem gesunden Getränke in einem verdorbenen Gefäße, bloß dadurch ärgerlich werden, weil sie in dem schiefen Kopf oder der verdorbnen Einbildung des Lesers dazu gemacht werden? Was Wunder, wenn der Geist eines Werkes den meisten so lange, und fast immer unsichtbar bleibt? Was Wunder, wenn dem Verfasser oft Absichten, Grundsätze und Gesinnungen angedichtet werden, die er nicht hat, die er, vermöge seines Charakters, seiner ganzen Art zu existieren, gar nicht einmal haben kann? Die Art, wie die meisten lesen, ist der Schlüssel zu allen diesen Er- eignissen, die in der literarischen Welt so gewöhnlich sind.1 Die kulturelle Orientierung Hispanoamerikas Das Thema Hispanoamerika ist im engeren Sinne ein weites Feld, da es sich auf einen Bereich bezieht, welcher auf zwei Kontinenten liegt: nämlich Spanien und Lateinamerika. Die Geschichte der Rezeption und des Transfers von Robert Musils Werk in Iberoamerika ist die „Geschichte einer unmöglichen Liebe“2, um das Diktum zu benutzen, mit dem Miguel Saénz die Rezeption der deutschen Literatur in Spa- nien beschreibt. Eine Tatsache ist für die bescheidene bzw. ausgebliebene Rezeption der deutschsprachigen Literatur in Hispanoamerika, dass sie bei hispanoamerikani- schen Intellektuellen...

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