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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 1

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Andrea Benedek, Renata Alice Crisan and Szabolcs János

Der Band vereint die Beiträge der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Der im Zeichen der Interdisziplinarität gestaltete Band beinhaltet sowohl Studien zu Literaturgeschichte, Theaterwissenschaft, Presseforschung als auch Beiträge zu den deutschen Regionalliteraturen und zur Rezeptionsgeschichte der deutschen Literatur im nichtdeutschsprachigen Raum.

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„Turn the earth into Eden again“. Melchior Lengyels Nathan the Wise als dramatische Anthropodizee. Kristina Monika Hinneburg (Jena)

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448 Grzegorz Ja�kiewicz nungsfreiheit, ein Aufblühen nicht nur von Kultur und Bildung, sondern auch von Handel und Industrie.“23 Ein neues Projekt soll in die Wege geleitet werden, in absoluter Abwendung von der BRD. Ein Projekt, das in der deutschen Ge- schichte mehrmals gestartet wurde und immer scheitern musste… Auch diesmal sieht man schon von Anfang an, dass die neue Regierung, der neue Staat doch das Volk missachtet. Im Westen aber auch nichts Neues… Die Besserwessis und die Jammerossis und das gemeinsame Misstrauen. Das ist wohl die deutsche Ge- schichte der beginnenden 90er Jahre. Gegen jede Korrektheit skizziert Becker die deutsch-deutschen Verhältnisse nach der Wende 1989. Er behandelt den politischen Stoff äußerst eigenwillig und folgt darin seiner literarischen Eingebung. Dass der Roman allerdings mit der Realität korrespondiert, bezeugt das vom Autor betriebene Spiel mit den Namen und Personen. Insoweit ist Schönes Deutschland ein mimetischer Text, für dessen Verständnis man auch eine Chiffre braucht. Das Bild, das vermittelt wird, drückt, weil sich die Antagonismen unter den Deutschen als unüberwind- bar herausstellen: Die auferstandene DDR und der Jubel darüber machen den Kontrast besonders krass. Die Kluft zwischen den beiden ist anscheinend so tief, dass erst die Wiederherstellung der Teilung heilbar erscheinen kann – diesem Argument ist man schon mehrmals begegnet… Und auch die Erinnerung ver- sagt. Das Gedächtnis wirkt täuschend. Der anvisierte Witz verwandelt sich somit in ein spöttisch-weinerisches Grinsen, denn der eine taugt so viel wie der andere,...

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