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Interkulturelle Erkundungen

Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen- Teil 2

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Edited By Ágota Nagy and Gizella Boszák

Der Band vereint die Beiträge zur Sprachwissenschaft und zur Didaktik des Deutschen als Fremdsprache der IV. Internationalen Germanistentagung, die unter dem Titel Interkulturelle Erkundungen. Leben, Schreiben und Lernen in zwei Kulturen im September 2010 an der Christlichen Universität Partium in Oradea (Rumänien) stattfand. Im sprachwissenschaftlichen Teil des Bandes finden sich sowohl kontrastive Studien zu Syntax, Wortbildung und Phraseologie des Deutschen als auch Beiträge zur Gesprächsanalyse und zu Ausprägungen der Zweisprachigkeit. Die Beiträge der Sektion Deutsch als Fremdsprache setzen sich mit neuen didaktischen Ansätzen auseinander, die der interkulturellen Lebenswirklichkeit verstärkt Rechnung tragen.

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Sprachwissenschaft

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Gesprächsanalyse als Forschungsmethode interkultureller Untersuchungen Zsuzsanna Iványi (Debrecen) Die Gesprächsanalyse (im Weiteren GA) ist ein relativ neuer linguistischer Wis- senschaftszweig, dessen Anfänge auf das Aufkommen der ethnomethodologi- schen Teildisziplinen der Soziologie vor etwa 40 Jahren zurückzuführen sind. Als Forschungsrichtung untersucht die GA in strikt empirischer Weise Struktur und Probleme des Gesprächs. Das Gespräch wird als Entstehungsprozess, als Er- gebnis der Sprachproduktion in einer verbalen Interaktion, als sprachliche Aktivi- tät verstanden, die aus Regeln, Regelsystemen bzw. Konventionen aufgebaut wird. Laut dem strengen methodologischen Arbeitsprinzip der GA gilt als Unter- suchungsmaterial eine empirische Datenbasis aus Bild- oder Tonaufzeichnungen natürlicher, alltäglicher, spontaner Diskussionen. Den eigentlichen Untersuchun- gen gehen ethnographische Vorarbeiten voran: die Selektion von relevanten Kommunikationsereignissen, die in ihrem Ablauf eine relative Vollständigkeit aufweisen. In diesem Material müssen Regelmäßigkeiten entdeckt, d. h. Ord- nungselemente identifiziert werden, die etwas Selbstverständliches zum Gegens- tand haben und wiederkehrende Muster bilden. Ihre Sammlung stellt die eigent- liche Datenbasis für die Analyse dar. Die Aufzeichnungen werden mit einer Reihe von besonderen Zeichen transkribiert, welche die Art und Weise der gesprochenen Äußerung angeben, sowie Lautproduktions- und Sequenzierungsmerkmale und sonstige Bemerkun- gen des Transkribenden enthalten. Dem Transkribieren folgt die eigentliche Analyse, die in ihrer Linearität einerseits dem Herstellungsgang der Interaktion entspricht, sowohl global als auch schrittweise in der Feinanalyse. Andererseits interpretiert sie auch retrospektiv – in der Kenntnis des Folgenden – die voran- gehenden Erscheinungen. Im Folgenden soll einerseits über die eigenen, in interkultureller...

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