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Transurbane Lebenswelten in Bozen

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Peter Volgger

Dieses Buch liefert neue Erkenntnisse im Bereich der Grundlagenforschung zu Migration und Stadt und zeigt innovative Methoden der Stadtforschung am Beispiel senegalesischer Migranten in Bozen auf. Die Improvisationen dieser Menschen schaffen Öffnungen für neue urbane Situationen und kreative Verbindungslinien zwischen dem Globalen und dem Lokalen. Die entstehenden Phänomene können an einem konkreten Ort sichtbar gemacht werden. Die zentrale Aussage ist, dass die Muriden in Bozen ein authentisches Fragment – ein «afrikanisches Dorf» – bewohnen, das nicht einfach mit Begriffen des normativen Raums zu erklären ist. Es entstehen selbstautorisierte Strukturen, die zu einer Neuverteilung von Aktivitäten und Rollen jenseits der Räume führen, die uns vertraut sind.
Diese Arbeit hat 2011 den ersten Preis des Südtiroler JungakademikerInnenforums gewonnen.

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Theorie und Methode

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Theoretische Grundlagen a. Der Entwurf Die Arbeit begegnet dem Thema ‚Stadt und Migration‘ mittels theoretischer Mo- delle und empirischer Untersuchung. Die kontextuelle Komplexität des Themas und dessen nicht-metrischer Charakter bündeln sich in der Theoriefigur des ‚Ar- chipels‘, die gleichzeitig ein Startmechanismus für die Begriffsbildung wie deren anchoring effect ist. Die Herangehensweise an das Thema ist entwerferisch11. In der Architektur stellt man vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen Bestrebungen fest, dem Ent- werfen den Status des Forschens zu sichern. Andererseits herrscht nach wie vor Unsicherheit darüber, wie diese Vorgehensweise methodisch abgesichert und sys- tematisch erschlossen werden kann. Ist eine genuine Entwurfsforschung überhaupt möglich? Wie kann sich eine Disziplin, deren Kerngeschäft die Maßstäblichkeit ihrer Gegenstände ist, mit Phänomenen der Randlosigkeit auseinander setzen? Gibt es vielleicht gar eine spezifisch architektonische Annäherung an das Thema? Das Entwerfen kann einerseits selbst Gegenstand wissenschaftlicher Reflexion sein, wie andererseits ein Mittel der Erkenntnisgewinnung. Entwerfen kann als epistemische Praxis oder als Wissen von Transformationsprozessen. Der theo- retische Entwurf liefert das fehlende Mittel zur Darstellung, durch welches das ‚Inkommensurable kommensurabel zu machen wäre.‘12 ‚Stadt‘ und ‚Migration‘ überschreiten Grenzen und werden jeweils auf ihre Weise ‚randlos‘. Aus der urspünglichen Not versucht die vorliegende Arbeit eine Tugend zu ma- chen. Die Originalität des Ansatzes verdankt sich einer Theoriestrategie der Ent- grenzung. Diese Entgrenzung oder ‚Verstreuung‘ (dispersion) ist inhaltlicher und argumentativer Natur und reagiert auf die Feststellung, dass wir heute mit Phäno- menen konfrontiert sind, bei denen...

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