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Vom mystischen Schweigen zum Reden aus Gewissheit

Wittgensteins Sprachparadigmen theologisch gedeutet – mit einer Anwendung auf Tillichs Symboltheorie

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Karsten Schneider

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit den Bedingungen der Möglichkeit sinnvoller religiöser Rede auf dem Hintergrund der Überlegungen Wittgensteins. Scheinen zunächst – dem eindimensionalen Sprachparadigma seiner Frühphilosophie entsprechend – keine solchen Bedingungen benennbar, so ergeben sich durch das mehrdimensionale Sprachparadigma der Spätphilosophie ganz neue Möglichkeiten. Jetzt sind nicht nur die Bedingungen der Möglichkeit sinnvollen religiösen Redens auf neue Weise wieder gegeben, sondern auch konkrete Aussagen über die Art und Weise theologischen Redens mit gesetzt. Demnach verbieten sich bestimmte, vor allem vermittlungstheologische Denkweisen, weil sie auf Vorstellungen beruhen, die nach Wittgenstein nicht mehr haltbar sind. Als eine Aufgabe von Theologie wird nun die Darstellung der Selbstvergewisserung der eigenen so genannten grammatischen Sätze deutlich. Aus dieser Perspektive heraus wird skizziert, wie die Symboltheorie Paul Tillichs weiter entwickelt werden müsste, um die fundamentaltheologischen Implikationen der Philosophie Wittgensteins aufzunehmen.

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Vorwort

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Eine erste Version der vorliegenden Arbeit unter dem Titel „Wittgensteins Sprachparadigmen und ihre fundamentaltheologische Bedeutung“ wurde bereits im WS 1999/2000 von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Uni- versität Bochum als Dissertation angenommen. Die aus den verschiedensten, in erster Linie privaten Gründen eingetretene Verzögerung bei der Veröffentlichung hat es ermöglicht, manches nun noch kla- rer zu sehen und einige neue Aspekte zu integrieren. Nach einer Aktualisierung der Arbeit sowohl hinsichtlich der philosophischen Diskussion als auch in Be- zug auf die theologische Rezeption und einer Überarbeitung des Schlusskapitels konnte sie nun veröffentlicht werden, selbst noch nach so langer „Ruhezeit“. In diesem Zusammenhang möchte ich Prof. Dr. Beyer und Prof. Dr. Jähnichen meinen Dank für ihr Verständnis aussprechen. Für eine äußerst geduldige Betreuung, anhaltende Gesprächsbereitschaft und immer wieder weiterführende inhaltliche Anregungen habe ich zudem meinem Doktorvater Prof. Dr. Christofer Frey sehr zu danken. Auch dem Zweitgutach- ter, Prof. Dr. Werner Strube von der philosophischen Fakultät, an dessen – zu- sammen mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Hoche durchgeführten – logisch-sprachana- lytischem Kolloquium ich teilnehmen durfte, schulde ich besonderen Dank für immer konstruktive Begleitung und viele wertvolle Hinweise. Ebenfalls ein herzlicher Dank gilt der für die Graduiertenförderung zuständigen Stipendien- kommission der Ruhr-Universität-Bochum, besonders Prof. Dr. Gert König und Dr. Ulrich Dierse, ohne deren Unterstützung diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre. Viele Wegbegleiter haben weiterhin zum Gelingen beigetragen: Es seien ge- nannt Prof. Dr....

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